Die Griechen.
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Volksführer und Gesetzordner der Sprakusier am Ausgange des fünften Jahrhunderts,dem Diokles erzählt (Diodor )3,33). — Kleisthenes von Athen, der den Ostra-kisnios einführte, soll dann selbst der zuerst ostrakisierte gewesen sein, was ersichtlichaus der langen Verbannungszeit, in der er an der Spitze der Emigration des Adelsstand, gedichtet ist (Aelian, a. a. O.). Aristophon selbst, der 403 das Gesetz durch-bracht: attischer Bürger ist nur, der von Bürger und Bürgerin stammt, soll statt miteiner Bürgerin mit der Hetäre Choregis Söhne im Konkubinat erzeugt haben. . . .
Dieser Reihe ihren eigenen Gesetzen verfallender Gesetzgeber ist dann auchPerikles angeschlossen worden."
Den Aristophanes als geschichtliche Quelle zu benutzen,es sei denn mit der äußersten Vorsicht, zeugt von einergewissen Gedankenlosigkeit; denn jeder Komiker wirkt not-wendigerweise durch Karikaturen, d. h. durch ÜbertreibungUnd diese wird sich den Lachern und dem Gedächtnisse umso wirksamer aufdrängen, je gewagter und somit je — falschersie ist. Dabei ist Aristophanes durchaus in seinen Partei-Vor-urteilen befangen. Er karikiert z. B. niemals den Alkibiades,so sehr ihm dieser auch durch seine Streiche entgegenkam. —Den Kleon dagegen griff Aristophanes mit besonderemNachdruck in dem Lustspiel „Die Ritter" an; daß er aberdarin selbst, und zwar ohne Maske, die Rolle des Kleonspielte, da kein Schauspieler den Mut dazu hatte, ist schon imAltertum aus einigen mißverstandenen Versen des Stücks,ohne Zweifel mit Unrecht, gefolgert worden. *
Von Diagoras aus Rhodos, einem Zeitgenossen Pindars(522—442 v. Chr.), und von diesem in einem seiner Fest-lieder verherrlicht, wird erzählt, daß er selbst als Hauptkämpferin allen vier großen heiligen Spielen der Hellenen gesiegthätte. Als später zwei seiner Söhne, durch sein Beispiel be-geistert, zugleich in Olympia bekränzt wurden, hätten sie ihreKränze dem Vater aufgesetzt und ihn unter dem Zujauchzender versammelten Hellenen umhergetragen. Da hätte einSpartaner ihm zugerufen: „Stirb, Diagoras, denn inden Himmel wirst Du doch nicht steigen wollen".So erzählen Cicero, Tuskulanen I. 46, und Plutarch, Pelo-pidas 34, während Pausanias, Buch VI. Kap. 7 die Geschichteohne die Begrüßung des Spartaners erzählt. Dafür daß
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