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Die Griechen.
dides dagegen den spartanischen Feldherrn Brasidas! —Müller-Strübing bemerkt a. a. O. S. 81, daß Thu-kydides den Brasidas zum Achilleus („oder besser zum Odysseus,denn für die Achilleus-Rolle lügt Brasidas doch zu viel"),den Kleon aber zum Thersites seines Epos gestaltet habe. —Als Brasidas die Toronäer zum Abfall von Athen bewegenwill, legt ihm Thukydides eine sehr pathetische Rede in denMund (VI. 114) „ähnlich wie in Akanthos" (VI. 85—87),wo er für einen Spartaner, die doch bis dahin gerade in derKürze ihrer Gedankenäußerungen etwas suchten, einen ganzerstaunlich, nämlich drei Kapitel langen Vortrag hält überFreiheit, Selbständigkeit und dergleichen schöne Dinge; abervon dem, was für die Toronäer wohl das ausschlaggebendegewesen sein dürfte, nämlich, daß die Athener ihren jährlichenTribut von sechs auf zwölf Talente erhöht hatten, läßt ihnThukydides gar nicht sprechen, weil es neben den hochtönendenSchlagworten sich doch gar zu prosaisch ausgenommen habenwürde.
Es ist auch sehr auffallend, daß Thukydides nach desBrasidas Heldentode vor Amphipolis (422 v. Chr.) nichts vonder bühnengerechten Scene weiß zwischen dessen Mutter undden Boten, welche die Todesnachricht nach Sparta bringen.Die Mutter erhält, wie Diodor XII. 74. vermutlich nachEphoros und Plutarch, Lakonische Denksprüche, sowie imLykurgos, 25, erzählen, aus ihre Anfrage von diesen die Aus-kunft, er hätte sich von allen Lakedümoniern in der Schlacht ambesten gehalten, — weist dies aber zurück mit der Bemerkung,ihr Sohn wäre zwar ein tapferer Mann gewesen, stände aberdoch vielen anderen Spartanern nach, was Byron (d/tMcrV/a-vM, <7a,r^o Vers X) mit Beziehung auf sich selbstzu einer Grabschrift des Brasidas zuspitzt:
*) Wic sehr Byron das „Zuspitzen" verstand, mag man auch auS folgendemersehn, Machiavelli, Ä Kap. 17, rät dem Uirstcn: