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Die Griechen.
bezeichnet dies als eine verschönernde Erfindung und giebt denwirklich gefaßten Beschluß der Ephoren wörtlich an. (Vergl.die Depesche des Generals von Krenski vom 23. September1870: „Toul genommen".)
Es giebt — um etwas zurückzugreifen — eine von Hertz-berg verfaßte Lebensbeschreibung: „Alkibiades, der Staats-mann und Feldherr. Nach den Quellen dargestellt;Halle 1853", in welcher mit großem Fleiße alle Nachrichtenüber den berühmten Athener zusammengestellt sind; aber (sobemerkt 'Hoyer; Alkibiades Vater und Sohn in der Rhetoren-schule; Jahresbericht des königl. Gymnasiums zu Kreuznach 1887)
„es bedarf nur eines Einblicks in die erwähnte Schrift .... um zu erkennen,daß nicht alles wahr sein kann, was man von Alkibiades erzählte. Seine Lebens-zeit hätte Alkibiades verdreifachen müssen, um hinreichend Gelegenheit zu finden, alledie Streiche auszuführen, welche ihm die Erfindungsgabe der Nhetoren und Anekdoten-krämer zugeschrieben hat. Wir haben gesehn, mit welcher Unverfrorenheit ihm Schand-thaten auf Kosten seines oft bewiesenen Edelsinns angehängt worden (Lhsias XIV 88),mit welcher Nachlässigkeit die Nhetoren geschichtliche Thatsachen behandeln, indem sieNamen verwechseln (Jsokrates XIV: Tisias statt Diomedes), geschichtliche Ereignissedurcheinander werfen (Andokides IV 13,83; Lhsias XIV 38) und nicht einmal diePerserschlachten im Kopfe haben (Andokides 1 107)."
Das eigentliche Thema des Hoyerschen Aufsatzes ist jedochder dem Vater gleichnamige Sohn des Alkibiades; ob einsolcher existiert hat, bleibt unentschieden; der aber, welcher inden uns erhaltenen Quellen erwähnt wird, stammt aus denKomödienschreibern der Zeit, da das Gesetz des Syrakosiosdie Freiheit der Bühne eingeschränkt hatte, — ging von dain die Reden der Nhetoren über und dann weiter in dieLebensbeschreibung des Plutarch.
Das Ohr des Dionysios existiert noch; die Mythedazu ist erfunden. Es ist eine merkwürdige Höhlung in einemFelsen nahe bei Syrakus von parabolischer Gestalt; die Seitensind vollkommen glatt und mit einer dünnen stalaktischenKruste bedeckt, welche den Widerhall darin erstaunlich sonormacht. Sie macht einen bedrückenden und düsteren Eindruck,welcher zugleich mit seiner seltsamen Gestalt die Ursache derbekannten und amüsanten Anekdote ist, daß Dionysios