Die Griechen.
85
(f 367 v. Chr.) es als Gefängnis für diejenigenhatte bauen lassen, welche er für ihn feindlichgesinnt hielt und daß von der kleinen Kammerdarüber er die Unterhaltungen der Gefangenenunter einander belauschen konnte. Zu seiner Zu-friedenheit kann er da nicht gehorcht haben, denn sowie zweioder mehrere Personen zusammen sprechen, verursacht es einganz verworrenes Geräusch. Über die Ursache seines Todeshaben wir drei Lesarten: eigene Unmäßigkeit, Gift von seinemSohne, Freude über den in Athen einem seiner Dramen er-teilten Preis; man kann also wählen. — Es ist auch un-historisch, daß Dionysios der Jüngere, nachdem er343 v. Chr. vertrieben, in Korinth Schulmeister geworden sei.(Fournier, L. ä. l'U. p. 5; verweist auf Boissonade, IVd-^66 ties Mamrrse-'Äs, il. X. /). ^57.)
Von Demo st Heues wird erstens die unglaublich dummeGeschichte erzählt, er habe, um seine Stimme zu stärken, versuchtdas Getöse des Meeres zu übertönen und dazu noch, man siehtnicht recht ein warum, Kieselsteine in den Mund ge-nommen. Plutarch, (Demosthenes 11) erwähnt übrigens nurder kleinen Steine, nicht des Meeres, und meldet, er hättesich oft im Peiraieus umhergetrieben; desgleichen Aischines inseiner Rede gegen Ktesiphon an verschiedenen Stellen; —ferner nach Gellius, Xootos Xttioas XVII. 21, er hätte, nach-dem er in der Schlacht bei Chaironeia (338 v. Chr.) dieWaffen weggeworfen und entflohen sei, deshalb geschmäht, dendem Menander zugeschriebenen Vers ausgerufen:
o x«5 Tracht? ^a^o'srar.
Der Mann, welcher flieht, kann wieder kämpfen, (v. h.
der welcher fällt, nicht).Allerdings eine unbestreitbare Wahrheit, aber doch für einenKämpfer in der Schlacht eine etwas unzeitige Betrachtung. DieAnekdote ist auch gewiß nicht wahr, weil man in der Angstnicht zu citieren pflegt, und da Demosthenes, obwohl nach dem