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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Griechen.

hätte gelangen können, wie man doch öfter behauptet hat,z. B. Plinius, H. VIII. oap. 16. (Vergl. hierüber SchweglersGeschichte der Griechischen Philosophie und Humboldts KosmosII. S. 428, IV. S. 191 und 428.) Verworren erscheintauch der Bericht (Plutarch, Alex. 6), wie Alexander zu seinemnachmaligen Lieblingsrosse, dem Bukephalos, gekommensein soll. Man bietet es dem König Philipp für 15 Talentezum Kauf an, aber bei der Probe zeigt es sich wegen seinerWildheit ganz unbrauchbar. Alexander bemerkt nun, daß esnur deshalb wild sei, weil es sich vor seinem eigenen Schattenfürchte, führt es daher gegen die Sonne, besteigt es und zähmtes. Das Tier muß sich also nur einmal all lloo vor seinemSchatten gefürchtet haben und schon denselben Tag nie wieder,denn es muß doch auch wieder zurückgeleitet worden sein;Plutarch schließt: der Vater aber soll vor Freude sogargeweint und, als der Sohn herabgestiegen, dessen Haupt ge-küßt haben mit den Worten: „suche Dir ein anderes Reich,mein Sohn; Makedonien ist für Dich zu klein!" — « dem

Alexander soll später vom Isthmus nach Delphi gegangensein, die Pythia um ein Orakel zu bitten, die Pythia aber(weil es Winter und also „Apollon" fern war), hätte nichtweissagen wollen, worauf Alexander sie mit Gewalt zumDreifuß geführt und sie, sich vergeblich sträubend, ausgerufenhabe: „o Sohn, Du bist unwiderstehlich", welcheWorte er freudig als Orakelspruch gedeutet, — Plutarch,Alex. 14; — auch diese Erzählung ist wohl nur eine „artigeErfindung".

In Ephesus soll er nach einer Mitteilung des Artemi-doros (ca. 100 v. Chr.) (bei Strabon, S. 641) den Bewohnernangeboten haben, alle ihre bei dem Wiederaufbau des Artemis-tempels gehabten Kosten zu ersetzen und den Bau auf eigeneRechnung zu vollenden, wenn er durch eine Inschrift sich alsden Erbauer bezeichnen dürfte; sie aber hätten es abgelehnt