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Die Grieche».
dem Könige den Trank kredenzte, gab dieser jenem einenBrief des Parmenion zu lesen, worin der König vor Philipposals von Dareios ihn zu vergiften bestochen, gewarnt wurde:
„Ein bewunderungswürdiger und etwa auf der Bühne zu erwartenderAnblick, der Eine lesend, der Andere trinlcnd, dann beider Blicke zugleich aufeinander gerichtet rc. rc."
Wenn nun Diodor von dieser romantischen Geschichte garnichts erzählte, so könnte er sie als unwichtig fortgelassenhaben. Er erwähnt jedoch 17, 31 ausführlich, daß ein ArztPhilippos aus Akarnanien den König durch einen Trank voneiner schweren Krankheit befreit habe, aber kein Wort von demwarnenden Brief und von der theatralischen Scene. ArrianII. 4, 7 u. 8 hat zwar die romantische Lesart, bezweifelt aberdoch die Echtheit des von Aristobulos erwähnten Briefes desParmenion; nach Seneca, äo ira II. 23 hat sogar des KönigsMutter Olympias den Warnbrief geschrieben.
Nach der Schlacht bei Jssos gerieten des persischenKönigs Mutter, sowie dessen Gemahlin und Kinder inAlexanders Gefangenschaft; es ist bekannt, daß er durchausgütig, oder wie wir heute sagen würden, ritterlich gegen sieverfuhr. Es war dies ein Thema, das alle Rhetoren undNovellenschreiber anlockte, welche die Begegnung des Königsmit den gefangenen edlen Frauen mit Vorliebe schildern.Plutarch führt aber (Alex. 22) eine Stelle aus einem Briefedes Königs an, nach welcher er die Frauen gar nicht gesehenhat. Diesmal hat Diodor 17, 37 und 114 die romantischeLesart, wonach Alexander, als die Königin-Mutter bei derZusammenkunft zuerst den Hephaistion für den König hält,sie ob ihrer Bestürzung mit den Worten beruhigt: „sei un-besorgt Mutter, auch dieser ist Alexandras!" (Vergl. Dropsen,a. a O. S. 266.)
Josephus erzählt uns ausführlich (Jüdische Altertümer,Buch 11, Kap. 8.)
„wie Alexander aus seinem Zuge durch Shricn »ach Jerusalemgekommen, von den Index feierlich eingeholt sei, wie er den Tempelbesucht und Jehova seine Anbetung und Opfer dargebracht habe.