Die Griechen.
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aber seinen ganzen Bericht von Alexanders Ehrenbezeugungen für den jüdischen Hohen-priester und dessen Gott und von der Anbetung des Makedoniers im Tempel zuJerusalem widerruft er stillschweigend als einen Lügeubericht, indem er in seiner Streit-schrift wider Apion (Buch s, Kap. 7) alle Fürstlichkeiten nennt, welche das HeiligtumM Jerusalem besucht haben, den Antiochus Theos, Pompejus den Großen, den Feld-herrn Titus, auch den Räuber Licinius Crassus, aber den bedeutendsten Mann unterallen läßt er aus, Alexander den Großen, weil er diesen ,einem Kenner der griechischenGeschichte gegenüber, wie Apion, nicht zu nennen wagte, denn kein einziger Geschichts-schreiber sagt ein Wort davon, daß Alexander bei seinem Zuge von Shrien nachÄgypten einen Abstecher nach Jerusalem gemacht habe" (Seinecke, Geschichte des VolkesIsrael, Band II S. St f.)
Bei den zwei folgenden Anekdoten hat Diodor die ein-fachere Lesart, nämlich bei der Gründung von Alexandriain Ägypten, betreffs welcher Plutarch erzählt, man hätte, daMan keine Kreide zur Hand gehabt, Gerstenmehl zum Be-zeichnen des Bauplanes gebraucht, worauf eine Unzahl vonVögeln herbeigeflogen fei, die das Mehl rein aufgefressenhätten. Der König wäre bestürzt gewesen, aber die Wahr-sager hätten das Zeichen günstig gedeutet, — wohl ein vati-aivinin xost svsutuin. Wiederum vor dem letzten großenSiege über Dareios bei Arbela und Gaugamela soll Alexanderdem Parmenion auf dessen Vorschlag, die Perser bei Nachtanzugreifen, das berühmte Wort erwidert haben: „ich willden Sieg nicht stehlen" (Plutarch, Alex. 31; ebensoArrian III. 10, 1). Diodor weiß weder von dem Mehl(17, 52 ) etwas, noch von dem Schlagwort, sondern erzählt,daß der König, nachdem er die Nacht durchwacht, am Morgensest eingeschlummert sei und von seinen Freunden zur Schlachthabe geweckt werden müssen (17, 56). Arrian 3, 2 erzählt vondem Mehl, erwähnt aber nicht der Vögel. —
Auch ob Alexander den von den Verschworenen tätlichverwundeten Dareios noch gesprochen hat, ist zweifelhaft,^ustinus (XI. 15, 6) läßt den Dareios durch den DolmetscherbMe lange, rührende Rede an einen Soldaten des Alexanderhalten; nach ihm aber sowohl als nach Diodor 17, 73 undArrian 3, 20 ist Dareios, als Alexander selbst ihn erreichte,mehr am Leben gewesen. Ebenso berichtet Plutarch und