Die Griechen.
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dichteten, daß die Amazonen den Mädchen die rechte Brustausbrannten, damit sie den rechten Arm besser gebrauchen undden Bogen spannen könnten. In der künstlerischen Dar-stellung erscheinen die Amazonen jedoch immer unverstümmelt.(Vergl. S. 17.) Stricker, „Die Amazonen in Sage undGeschichte" (Heft 6, der Sammlung gemeinverständlicher Vor-trüge, herausgeg. von Virchow und v. Holtzendorff) bemerktS. 3:
„Die Umkehrung der Gesetze, welche die Geschlechtsverschiedenheit der menschlichenEntwickelung vorschreibt, hat immer lebhaft die Phantasie beschäftigt"
und weiter S. 4 f.:
„Am frühesten in der Geschichte finden wir die Amazonen am Thermodon inKappadokien zwischen dem kaspischen und schwarzen Meere und in den kaukasischenLändern. Von diesen Grenzgebieten zweier Weltteile machten sie Ausfälle nach Asienund Europa: Feldzüge gegen die Phrygier bei ihrem Einfalle in Kleinasien(Jlias III. 180. VI. 186. Strabon Buch XII, wo sie von Bellerophon besiegtwerden; gegen die Griechen vor Troja (Aeneis I. 490. Justinus II. 4.), bekanntdurch den Namen Penthesilea; nach Attika, (Herodot 9,27) nicht weniger bekanntdurch die Namen Herakles und Theseus: an die Donau, ein im Vergleich mit denvorigen, mit so erlauchten Namen der Sage in Verbindung gebrachten und vielfachdichterisch ausgeschmückten Zügen weniger bekannter, etwa ins sechste Jahrhundert vorChristo zu setzender Heereszug (PhiLostrat. kvroios. XX. Pausanias III. 19):endlich zu Alexanders des Großen Zeit, sehr bekannt aus den Erzählungen desJustinus, Qu. Curtius (IV. 5.) und Diodorus Siculus (Lidliotllsoa XVII). Außerdiesen eben ermähnten fünf Hauptzügcn kommt der Name der Amazonen selbstnoch in den Kriegen des Mithridates mit den Nömern vor, wo ihre Erinnerungwahrscheinlich nur durch griechische Legenden geweckt wurde."
Ausführliche Angaben über die Amazonen finden sichHerodot 4, 110—117; knappere bei Strabon 11, 5, sowieüber afrikanische bei Diodor 3,52 welcher ein übriges thutund den Mädchen beide Brüste abbrennen läßt.
Eine sehr beliebte Alexander-Anekdote ist auch diejenige,wonach ihm nach einem sehr anstrengenden Marsche in wasser-armer Gegend Soldaten etwas Wasser in einem Helm bringengerade genug für einen. Der König aber, ihre traurigen Blickeuach dem Labetrunk bemerkend, gießt es aus: „tränk' ichallein, meine Leute verlören den Mut". Da jubeln dieSoldaten: „führe uns wohin du willst! wir sind nicht er-wattet, wir dursten auch nicht, wir sind nicht mehr sterblich,so lange du unser König bist." Leider schwankt die Örtlichkeit