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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Griechen.

dieser Scene gar zu sehr; bei Plutarch (42) ereignet sie sichwährend der letzten Verfolgung des Dareios; bei Arrian(VI. 26) in Gedrosien; bei Quintus Curtius (VII. 5, 10) indem Paropamisos; Polyän (IV. 3, 25) endlich giebt sie ohnebestimmte Lokalisierung (Vergl. Dropsen a. a. O. S. 379).Es scheint, man wollte den hübschen Zug gern anbringen undwußte doch nicht recht wo; ich vermute er stammt aus einemden König verherrlichenden Drama und gar nicht aus derWirklichkeit.

Erfunden klingt die Anekdote, Alexander habe bei denStrapazen seines indischen Feldzuges ausgerufen: „O ihrAthener, wüßtet ihr doch, was für Gefahren ich mich aus-setze, um bei euch in Ehren zu stehen." Plutarch (Alexandrasoap. 60) erwähnt es nur als durch Onesikritos berichtet, dessenWahrheitsliebe nicht in sehr gutem Rufe stand, und dem hierwohl die Thatsache vorschwebte, daß der König nach der Schlachtam Granikos dreihundert erbeutete Schilde nach Athen, alsWeihgeschenk für die Pallas Athene gesandt hatte. (Plutarch,Alex. 16.) Am Hyphasis kehrte Alexander dann auf seinerwunderbaren Siegeslaufbahn schließlich um. Natürlich mußtedieser Wendepunkt auch rhetorisch ausgeschmückt werden mitDialogen zwischen dem Könige und seinen Begleitern. SeinHeer soll ihn zur Rückkehr gezwungen haben, wahrscheinlich aberbesorgten das die tropischen Regengüsse. (Dropsen II. 160.)Eine bloße Flunkerei dürfte die Erzählung sein, Alexanderhabe bei den zwölf Altären, die er hier errichten ließ, ge-waltig große Gerätschaften zurückgelassen, um den Glauben zuerregen, die Makedonen wären ein Riesengeschlecht gewesen(Diodor 17. 95) — eine andere die Angabe, Alexander hätteauf seiner Rückkehr durch Karmanien einen Triumph zugdes Dionysos in Scene gesetzt mit aller möglichen undunmöglichen tollen Ausgelassenheit. Schon Arrian bemerkt(VI. 28), daß „weder Ptolemaios noch Aristobul, noch irgendein anderer glaubwürdiger Schriftsteller davon berichte." Trotz-