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Die Griechen,
eines Verwandten, des Kallisthenes, zu rächen, den Alexanderdurch Gift habe töten lassen, welches er seinem Freunde Anti-patros, dem Statthalter von Makedonien geschickt, der es seinemSohne Kassandros, des Königs Mundschenken übermittelt hätte(Justinus XII. 14, 1), und zwar aus der für giftig ausge-gebenen Styxquelle in Arkadien, welche noch existiert und garnicht giftig ist, indem ihr Wasser nur durch seine eisige Kältelebensgefährlich wirkerchkann (Plutarch, Alex. 77. — Hum-boldt, Kosmos IV. S. 503). Diodor 17, 118 und Pau-sanias VHI. 18 erwähnen der Vergiftung als Gerücht. —Auch wird es durch keine sichere Angabe bestätigt, daß Alexanderauf seinem Sterbelager auf die Frage, wem er die Herrschaftzurücklasse, erwidert habe „dem Würdigsten!"; ebensowenig,daß er gesagt habe, daß ein großer Leichenkampf seinetwegenstattfinden würde (Arrian 7, 26).
Dropsen (II. S. 375) bemerkt übrigens, daß von den Dar-stellungen der Geschichte Alexanders, die uns aus dem Alter-tum erhalten sind, keine ihrer Abfassungszeit nach über dasEnde Cäsars zurückgehe. — Lukian kritisiert diese Darstellungen,indem er in seinem Aufsatz: „Wie man Geschichte schreibenmuß" (irlö^ 4s7 die wohl auch unhistorische
Anekdote erzählt, Aristobulos hätte, als er mit dem Königeauf dem Flusse Hpdaspes gefahren, aus seinem Geschichts-werke vorgelesen, unter anderem, wie bei einem Zweikampfedes Königs mit dem König Poros jener den Elephantendes Poros mit einem Pfeilschuß erlegt. Da Hütte derKönig dem „Historiker" das Buch aus der Hand gerissen undes ins Wasser geworfen mit der Andeutung, er hätte nichtübel Lust den Verfasser seinem Werke nachzusenden.
Wir beschließen unsere Bemerkungen über Alexander mitDroysens Worten (II. S. 286):
„Die Armseligkeit der aus uns gekommenen Überlieferungen versagt uns jedenEinblick in die Werlstatt dieser Thätigkeit, in die hochgespannte intellektuelle undmoralische Arbeit dessen, der sich so unermeßliche Aufgaben stellte und sie löste. Kaumdaß das, was uns noch vorliegt, das Äußerlichste von dem, was durch ihn geschehen.