Die Griechen.
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man die zusammengeschmolzene Masse nachher aos Oorintlliaoumgenannt und anderweitig verwertet habe. Dies ist aber aucheine Fabel, indem der Name schon vorher bekannt gewesen ist.Vergl. Plinius, List. nat. 34, 2 und Plutarch „Warum diePythia ihre Orakel nicht mehr in Versen giebt"; Kap. 2.
Auch über die griechischen Dichter, Philosophenund sonstigen Schriftsteller laufen viele Treppenwitzeum. Wenn z. B. von Thales von Milet erzählt wird, erhätte eine, nach neueren Untersuchungen im Jahre 585 v. Chr.(nach älteren 610 v. Chr.) stattgehabte Sonnenfinsternis vor-hergesagt (Herodot I. 74, Plinius, 8. X. II. 12), so mußman dabei nicht an eine auf die Minute und die Orte derSichtbarkeit genaue Ankündigung denken, wie sie unsere heutigenKalender geben, indem Thales, wie Herodot deutlich bemerkt,nur das Jahr der Finsternis vorhergesagt, wohl mit einigerKenntnis des 19 jährigen Cyklus, in welchem die Finsternisseder Sonne und des Mondes in einer gewissen Regelmäßigkeitwiederkehren.
Wir übergehen hier mehrere Treppenwitze der griechischenGeschichte, z. B. die vielen Sinnsprüche und Lebensregeln,die bald diesem, bald jenem in den Mund gelegt werden,als da sind: „Erkenne dich selbst", „Nichts zuviel", , Omina,moa msoum Porto". Besonders die sieben Weisen sindoft in Hader über diese Aussprüche und sind zugleich selbstdie Schöpfung des Treppenwitzes der Weltgeschichte, da manzu ihrer Zeit sie wohl schwerlich unter diesem Gesamtnamenkannte und auch später nicht „sieben Weise", sondern an acht(Pausänias X. 24), zehn oder noch mehr aufzählte. Allge-mein anerkannt waren nur vier: Thales, Bias, Pittakos undSolon. Hermippos (ca. 240 v. Chr.) dagegen führt sechszehnMänner auf, aus denen man sich die sieben je nach Neigungzusammengestellt habe. Platon läßt im Protagoras die „siebenWeisen" zusammenkommen und in Gemeinschaft „die schönstenFrüchte ihrer Weisheit dem Apollo weihen", jedoch ohne Be-