Die Griechen.
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samt der Ansicht, die Heraklides von Pontos den Pythagorasin den Mund gelegt haben soll. Doch schwankt die Bedeutungdes Wortes bei Platon; Jsokrates braucht es abweichend vonder heutigen Bedeutung und erst Xenokrates umgrenzte denBegriff mit genügender Schärfe; (Sextus Empiricus; aävsrsugNatllsmatioos VII. 6).
Sehr verwirrt sind die Berichte darüber, was Pythagorasüber die Bohnen gelehrt habe; die meisten sagen, er hätteverboten sie zu essen z. B. Diogenes von Laörte VIII 34 aufdie Autorität des Aristoteles hin, wo die betreffende Stellejedoch nicht aufzufinden ist und Jamblichos, aus die Autoritätdes Hermippos. Ferner Lukian „Über den Verkauf der philos.Sekten". Diesen widerspricht jedoch Gellius in seinen Ilootos^ttioas IV. Kap. 11 auf die Autorität des Aristoxenos hin,eines Schülers des Pythagoras; Gellius citiert die Stelle desDichters Kallimachos, nach welcher Pythagoras die Bohnenbesonders empfohlen hat. Die irrige Ansicht, bemerkt Gellius,ist vielleicht aus einem von ihm angeführten, mißverstandenenVerse des Empedokles entstanden. (Vergl. Meiners, a. a. O.I. S. 431 f.). Was danach von der Nachricht des Diogenesvon Laörte VIII 19 zu halten ist, Pythagoras sei getötetworden, weil er auf der Flucht verschmäht habe zu seinerRettung durch ein Bohnenfeld zu laufen, mag dahingestelltbleiben, zumal Diogenes uns noch mehrere andere, jedoch glaub-haftere Lesarten über den Tod des Pythagoras mitteilt. InÄgypten, woher Pythagoras seine Weisheit hatte, galt dieBohne für unrein (Herodot II. 37). -— Auch das a-örö?ipss äixit, — er hat's gesagt, — ist zweifelhaft. Cicero berichtetdavon (Os natnra clsoruni 1, 5); und der Scholiast zu Vers 196der Wolken des Aristophanes erwähnt es. Diogenes Laörtiusjedoch (VIII. 46), der gewöhnlich am Schlüsse seiner Lebensbe-schreibungen eine Übersicht über die „Gleichnamigen " giebt, bemerkt,die Redensart stamme von einem Pythagoras von Zakynthos.Andere haben andere Erklärungen der berühmten Phrase versucht.