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Die Griechen.
vermutete; auch die Echtheit des xenophontischen Gastmahls istkeineswegs zweifellos; ferner ist es chronologisch unmöglich,daß die Kyropädie nach dem „Staat" verfaßt sei. —
Tenophon neigte, was wir ihm nicht verdenken wollen,wie Platon, auch zu spartanischen Einrichtungen hin, weilman eben niemals das schätzt, was nian hat und schickte —deshalb aus Athen verbannt — seine Söhne zu den athenischenTruppen, als die Athener den Spartanern gegen Theben zuHülfe gezogen waren. Als man ihm nun — erzählt Diogenesvon Laörte (II. 55) — als er gerade opferte, die Nachrichtvom Tode seines Sohnes Grpllos überbrachte, hätte er denKranz abgenommen, aber gleich wieder aufgesetzt, als er er-fahren, Grpllos wäre als Held gefallen; auch soll er be-merkt haben: „ich wußte, daß ich einenSterblichengezeugt" — eine Wander-Anekdote, die auch bei Perikleshängen geblieben ist.
Über Platons Verhältnis zu Diogenes von Sinope,dem Kpniker, giebt es auch einige „abgedroschene Anekdoten".Diogenes soll mit schmutzigen Füßen in Platons Wohnungkommend ausgerufen haben: „ich trete auf die stolzen Teppichedes Platon" und dieser darauf erwidert: „ja, aber mit grö-ßerem Stolz". — Das Geschichtchen von dem gerupften Hahn(noch heute in England sehr beliebt), welchen Diogenes inAthen auf den Markt gebracht haben und den Menschen Pla-tons genannt haben soll, um dessen Definition des Menschenals eines „zweifüßigen Tiers ohne Federn" lächerlich zu machen,ist weiter nichts als ein schaler Witz, den man vielleicht schonfrüh über die „zoologischen Definitionen im ,Politikos* gemachthat". Ebenso wenig verbürgt ist die Anekdote des DiogenesLadrtius, daß Sokrates, als Platon ihm den Lysis vorgelesen,ausgerufen habe: „Beim Herakles, wieviel doch dichtet dieserJüngling mir an!"
Gleichfalls unhistorisch dürfte die Erzählung sein, daßPlaton das delische Problem gelöst habe oder wenigstens