Die Griechen.
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Vielleicht hat Tzetzes den Spruch bei Philoponos auf-gelesen; er kann aber auch andere Quellen gehabt haben, dieuns nicht mehr zu Gebote stehen, da er sehr belesen war.Seine Erklärung des Spruches ist unrichtig. Daß manvor der Dialektik Geometrie treiben solle, ist eineim „Staat" und in den „Gesetzen" von Platonaufgestellte Lehre, aus der dann jene Überschriftüber der „Schule" gemacht worden ist. (Vergl.Rothlauf; Die Mathematik zu Platons Zeiten. Jena 1878,S. 7.) Des Tzetzes Erklärung erinnert an die (richtige)plutarchische — Gott treibt immer Geo-
metrie, womit allerdings gesagt sein soll, daß die Gottheitgerecht ist, d. h. nach der der gleich-
verteilenden Gerechtigkeit die Welt regiert, denn diese gleich-verteilende Gerechtigkeit verhalte sich, — nach des AristotelesEthik und schon nach Platons „Gesetzen" wie eine geometrischeProportion, während die die ausbessernde, sich
nur wie die arithmetische Proportion verhält. Die Erzählungkönnte aus dem Bericht des Aristoteles entstanden sein (Meta-physik I, Kap. 6) Platon hätte die geometrischen Figuren alsMittelwesen zwischen den ewigen Ideen und den einzelnenDingen angesehen (vergl. Schopenhauer, Welt als Wille undVorstellung, 3. Aufl- Teil II. S. 143). Auch der geheimnis-volle Eingang des vierten Evangeliums „Im Anfang warder Logos", d. i. die ratio nninorioa, das Zahlenverhältnis,hängt vielleicht hiermit und mit der pythagoräischen Zahlen-philosophie zusammen (Schopenhauer; Parerga I. S. 42).Vielleicht ist die Anekdote herausgearbeitet aus derjenigen,welche Diogenes Laörtius, Kap. 2, 6, über Aenokrates, denzweiten Nachfolger des Platon berichtet. Zu einem der wederMusik noch Geometrie noch Astronomie studiert hatte, gleichwohlaber seine Schule besuchen wollte, soll Tenokratcs gesagt haben:»bleibe weg, du besitzest nicht die Handhaben der Philosophie"(Bretschneider, a. a. O. S. 138).