Die Griechen.
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Lehre, „das nur so lange noch fortwuchern konnte, als mandie platonischen Briefe (s. o.) für echt hielt." — Auch desVerhältnisses Platons zu seinem großen Schüler Aristoteleshat sich die Klatscherei bemächtigt; weil dieser zu bedeutendwar, ein bloßer Widerhall zu sein, heißt es gleich, Platonhabe ihn mit einem Füllen (n^llos) verglichen, weil er, wieAelian (nicht Platon) meint, gleich einem solchen, nachdem es sichsatt getrunken, gegen seine Mutter ausgeschlagen (Aelian,Troixi'lv 3, 19; 4, 9; Diogenes Lasrtius 5, 1, 2). —
Bei den Berichten über sein Ende endlich klingt der Apollon-Mythus wieder an;
„sein Tod soll ihm durch einen Traum angekündigt worden sein, in welchem er alsSchwan von Baum zu Baum zu fliegen glaubte, ohne von den nachjagenden Vogel-stellern erreicht zu werden; ein Traum, den der Sokratiker Simmias, der damalsschwerlich noch am Leben war, dahin gedeutet haben soll, daß kein Erklärer dem hohenFluge seiner Gedanken habe folgen und ihre Tiefe ergründen können."
Diese Anekdote gehört zu den ausgezeichnet erfundenen;denn es hat über 2000 Jahre gedauert bis Franz Zöllner(ch 26. April 1882) darauf aufmerksam machte, daß diemangelhafte Erkenntnis, welche in dem berühmten Mythusvon der dunklen Höhle (Staat, Buch 7) den in die HöhleEingesperrten möglich ist, — nämlich diejenige der auf eineWand fallenden Schatten vorübergetragener Dinge — gradederjenigen entspricht, welche das menschliche Auge aus den aufseine Retina fallenden Strahlen dem menschlichen Verständnisvermittelt. (Zöllner; Wissenschaftliche Abhandlungen; Leipzig1878; Teil I. S. 260 ff.) Man wird dabei an das Wortdes Apostels Paulus erinnert, 1. Korinther 13, 12:
„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in rätselhafter Weise, dann aber von An-gesicht zu Augesicht; jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wieich erkannt wurde."
Platon erscheint uns oft ähnlich einem Religionsstifter;Die Krystalle zur Mythenbildung um seine Person sind aberim Anschießen gestört worden.
Vom Diogenes von Sinope, den Platon einen tollgewordenen Sokrates genannt haben soll (Diog. Laört. 6. 2. 54)