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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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159
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Die Römer.

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wo nach Philochoros der Tragödiendichter Euripides seineDramen niedergeschrieben. (Gellius, Bootes , 15,

Kap. 20.)

In Cäsars beiden auf uns gekommenen Schriften „überden gallischen Krieg" und „über den Bürgerkrieg"besitzen wir weniger Geschichtswerke als mit Meisterhand ge-schaffene politische Aufsätze, seine Handlungsweise vor demrömischen Volke zu rechtfertigen. Er hatte Gallien erobert,ohne vom Senat dazu beauftragt zu sein, weil er des LandesTempelschätze brauchte.

„In Gallien raubte er die mit Weihgeschenken gefüllten Heiligtümer und Tempelder Götter aus und zerstörte die Städte öfter um der Beute als um einesVergehens willen." (Sueton, Cäsar 54.)

Bei seiner Rückkehr nach Italien brachte er soviel Goldmit, daß dieses Metall bedeutend in seinem Preisverhältnisgegen Silber zurückging und sich auf 8.gz : 1 stellte, währenddas gesetzliche Verhältnis damals ll.gi : 1 war (Mommsen,Geschichte des römischen Münzwesens; Berlin 1860, S. 463 f).Davon natürlich erzählt Cäsar nichts.

Von den Mördern Cäsars berichtet Plutarch in dessenLeben (Kap. 69) u. a., daß Cassius sich mit demselbenDolche das Leben genommen habe, mit welchem er auf Cäsarzugestoßen habe, was etwas an Platens „verhängnisvolleGabel" erinnert; — allein im Leben des Antonius (Kap. 22)und in dem des Brutus (Kap. 43) hat er diese poetische Ge-rechtigkeit vergessen und erzählt, Cassius habe sich von seinemFreigelassenen Pindaros durch Abschlagen des Kopfes tötenlassen. Daß „einige der Mörder Cäsars" sich mit denselbenDolchen umbrachten, mit denen sie ihn getötet, erzählt übrigensauch Sueton (Cäsar 89). Porcia, die Frau des Brutus,soll sich durch Verschlucken glühender Kohlen getötet haben;

— und als sie sich allein sah, schlang sie Feuer;

das klingt sehr unglaublich. Martial setzt Asche an Stelleder glühenden Kohlen; vielleicht hat sie sich mit Kohlendunst

erstickt.