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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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163
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Die Römer.

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Geschichte; diese gehört also zu den Stoffen der Wander-Anekdote, — Wir wollen übrigens noch erwähnen, daß mandie Unverschämtheit hatte, das Schiff, in welchem Aenäasnach Italien gekommen, noch zur Zeit des Prokopios (ft ca.565 n. Chr.) zu zeigen (Prokopios äs dsllo Ootkieo 4, 22).Es soll gar keine eisernen Teile an sich gehabt haben.

„Das Schweigen aller früheren Schriftsteller inbetreff eines so merkwürdigenÜberbleibsels, sowie seine Angabe, daß alle Teile des Schiffs sich in vollkommenemZustande befanden, lassen vermuten, daß es nicht sehr alt war." (Lewis a. a. O.Teil I. S. 311 Note.)

Zu vergleichen wäre noch Cauer: die römische Aeneassagevon Naevius bis Vergilius; Leipzig 1886 bei Teubner.

Der Kaiser Augustus soll nach Sueton, als er dieNachricht von der Niederlage des Varus erhalten hatte, in derStadt einen Aufruhr gefürchtet und dem Jupiter große Spielegelobt haben, wenn er der Gefahr entgehe; ferner heißt es,er hätte sich den Bart wachsen lassen, sei mit dem Kopsgegen die Wand gerannt und habe ausgerufen: ,Vso-s, rsääs1sZions8!- „Schade," bemerkt Ranke (W. G. III. S. 330)„daß sich diese sprüchwörtlich gewordene Anekdote in der Ge-sellschaft so augenscheinlicher Übertreibungen findet."

Auch die „letzten Worte" des Kaisers »valsts st xlauäits"sind wohl unhistorisch. Ranke (W. G. III. S. 332) schreibtdarüber:

„Die eigentliche Quelle derselben ist Sueton (Augustus Kap. 99). Er erzählt,nach einem Gespräch mit Tiberius in Nola habe Augustus noch einmal befohlen, ihmeinen Spiegel zu reichen, sein^Äußeres in Ordnung zu bringen (malas ladsntoseorrjxi prascrsM). Dann habe er sich mit der Frage an die eingelassenen Freundegewandt, ob er ihnen das Schauspiel des Lebens glücklich vollendet zu haben scheine;*venn dem so sei, dann möckten sie — das Letz te habe er in griechischer Sprachegesprochen — Beifall klatschen, Troges

x'rvTrr/aa-rk) Denkt man sich in das Zimmer eines gefährlich Erkranktenauf der Einsamkeit einer Reise, so ist es doch kaum glaublich, daß der sterbende Mannden Ton eines Schauspielers nach glücklich vollendetem Spiel angenommen habe.^ohl aber sehr möglich, daß es anderen so vorkam, als habe Augustusdas Ziel seiner Thätigkeit glücklich zu Ende geführt. Das ganze Lebendes Augustus erschien ihnen wie ein Schauspiel, das nun zu Ende gekomnien sei;^ bliebe nichts übrig, als Beifall zu klatschen. Es hat nichts zu bedeuten, daß Dio,der hier überhaupt die ungünstigen Nachrichten noch überbietet, an diese Scene geglaubthat. Mir scheint sie aus derselben Quelle zu stammen, wie jener Anblick Alexanders

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