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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Römer.

gleichen Angaben ebenso leicht erfunden, als geglaubt haben;und selbst wenn jene finstern Gestalten die erwähnten Befehlevorgeschützt hätten, folgt daraus gleich, daß es wahr gewesen?Nero selbst befand sich in Antium und kam erst nach Rom,als auch sein Haus angefangen hatte zu brennen. Er thatdann, wie Tacitus an einer andern Stelle (Annal. 15, 50)erzählt, alles mögliche zur Unterdrückung des Brandes undzur Linderung der dadurch verursachten Not und lief in derNacht ohne Begleitung durch die Stadt; trotzdem war dasGerücht verbreitet, er habe während des Brandes seine Haus-bühne bestiegen und im Tragödenschmuck sich an der FlammenPracht weidend, den Untergang Trojas gesungen; ein berühmtesBild von Piloti) stellt den Nero dar, wie er. wie oben be-schrieben, die Laute schlägt. Tacitus, der dieses Gerücht aucherwähnt (Ann. XV. 40), verwirft es; Sueton (Nero 38)giebt es als Thatsache, ebenso Dio Cassius (62. 18). Derbewußte Turm wird noch heute gezeigt. Sueton erzählt sogar,die Brandstiftung wäre geschehen, weil einmal jemand in NerosGegenwart citiert hätte:

(nach meinem Tode möge die Erde in Flammen aufgehn),worauf Nero auf griechisch hinzugefügt hätte: Vielinehr schonwährend ich lebe! und die betreffenden Befehle gleichsamä erteilt habe. — Der Bericht bei Tacitus über die

nach dem Brande stattgefunden«: Christenverfolgung istganz verworren, aber merkwürdig für uns, weil er die einzigeErwähnung des Erlösers in einem profanen Schriftsteller ist(die andere, vermutlich gefälschte, findet sich bei Josephus,Archäologie XVIII 3, 3). blr^o nbolsnäo rumort Xsro sud-äiätt roos, sagt Tacitus, Annalen XV. 44, 4, st guassittssi-mm posntri allsoit, guos psr tinAitta, mvwos, vulgus Eliristta-nos appslladat. .-Victor nomtnis stu« tlliristus, gut l'ibsrtotmxsrants, psr proourutorsm Uovttum l'ilatum supplioioallsotus srat. Die Christen, auf welche Nero die Schuld gc-