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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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177
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Die Deutschen.

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die Hauptschlacht des Jahres 15 eine der interessantesten undwichtigsten unter allen Römerschlachten. War sie doch dieVeranlassung dazu, daß der römische Imperator seinen Rück-zug antrat und den ganzen mit vielem Pomp in Scene ge-setzten Feldzug aufgab. Auch über die Einzelheiten dieserSchlacht kann man sich in dem Knokeschen Werke unterrichten.Sie fand in dem Engpässe zwischen dem Wiehengebirge unddem großen Moore in der Nähe von Barenau statt. Dievielen römischen Münzen aus der Zeit der Republik und desAugustus, welche man daselbst gefunden hat, sind eine Hinter-lassenschaft des römischen Heeres.

Endlich ist es ein Irrtum zu glauben, daß der Führerder Deutschen in jenen Kämpfen, Hermann, ein Barbar ge-wöhnlichen Schlages, wenn auch mit einer gewissen Schlau-heit begabt gewesen sei. Hermann war, wie die Wahl derÖrtlichkeiten seiner Schlachten beweist, ein Mann, welchermit dem größten militärischen Scharfblick seine Maßregelngetroffen hatte, und muß zu den bedeutendsten Feldherrenaller Zeiten und Völker gerechnet werden.

Den Triumphzug des Germanicus, wie ihn dasberühmte Gemälde Pilotys in der Pinakothek zu Münchendarstellt, wollen wir uns auch einmal näher ansehen. Dieentsprechende Erzählung ist aus einem Kompromiß zwischenden Berichten des Strabon (Buch VII., Art. I., 4) und desTacitus (Annalen II., 41) entstanden. Eine interessanteBroschüre von Linsmayer (der Triumphzug des Germanicus;München 1875) bespricht die Bedenklichkeiten, welche sich beieinem solchen Kompromiß herausstellen. Tacitus erwähnt in-direkt, daß der Triumph nicht ganz gesetzlich gewesen, da derbetreffende Krieg noch fortdauerte; vorgeführt wurden nachihm Waffenbeute, Gefangene, Landschaftsbilder von Bergenund Flüssen und Schlachtenbilder. „Der Krieg wurdeals beendigt angenommen, weil Germanicus verhindertworden war ihn zu beendigen rc. rc." Was für GefangeneTreppenwitz. 12