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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Deutsche».

das waren, sagt Tacitus nicht. Strabon, welcher derZeit nach den Ereignissen näher steht, der aber seine Geo-graphie in Asien schrieb, erwähnt als in dem Triumph auf-geführt Segimuntus, des Segestes Sohn, die Thusnelda,Gemahlin des Armenius (^^sx-oc) und ihren dreijährigenSohn Thumelicus sowie andere Personen, die uns hier nichtweiter interessieren; er erwähnt noch, daß Segestes selbst, derzu den Römern übergegangen war und zu Rom hoch gehaltenwurde, den Triumphzug mit angesehen, in dem diejenigen,die ihm die liebsten sein mußten, als Gefangene aufgeführtwurden. Außer Strabon weiß kein griechischer, auch keinrömischer Schriftsteller von diesen romantischen Einzelheiten;woher hat er dieselben? Augenzeuge, wie man wohl ver-mutet hat, kann er wegen chronologischer Bedenken nicht ge-wesen sein, obwohl er Rom besucht hat; aus einem römischenSchriftsteller hat er sie wohl nicht; die uns erhaltenen schweigen,wie erwähnt, davon; auch verstand er nicht genug Latein,um z. B. Caesars Commentarien richtig zu benutzen; diegriechischen Annalen aber erwähnen nach Tacitus des Arminiusgar nicht; es bleibt also nur mündliche Erzählung übrig, vonder Strabon anerkennt, daß er sie mitunter auch benutzt hat(II. 5, 11). Nach den römischen Triumphgesetzen, wenn siein ihrer größten Strenge Anwendung fanden, wurden diemitaufgeführten feindlichen Anführer oder Fürsten schmachvollhingerichtet. Wenn der Triumphator auf seinem Wagen vomForum gegen das Kapital einbog, so gab er das Zeichen, siein das Gefängnis abzuführen und durch Peitschung, Er-würgung oder Enthauptung zu töten; dann setzte er seinenZug auf das Kapital fort. Dort wartete er, bis die Meldungeintraf, die Hinrichtung sei vollzogen. Dann erst brachte erdem Jupiter das Opfer dar. Nach Strabons Angabe aberunterlagen alle die von ihm erwähnten fürstlichen Personender Strafe L'x«?) des Triumphes. Das ist aber

nach Tacitus (Annalen I. 57, 58) wohl nicht möglich, da er >