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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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179
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Die Deutschen.

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erzählt, daß Segestes, sein Sohn Segimund und seine Tochterins Lager des Germanicus kamen und freundlich ausgenommenwurden, indem dieser, wozu er in seiner Stellung das Rechthatte, dem Segest und dessen sämtlichen Kindern und Ver-wandten volle Sicherheit vor jeglicher Beeinträchtigung gewähr-leistete. Von der Thusnelda erzählt dann Tacitus, daß sie,nachdem die Legionen an den Rhein zurückgekehrt waren,einen Knaben geboren, der später in Ravenna erzogen wurdeund des Schicksals Hohn zu ertragen hatte sArmiuii uxorvirilis soxus stirpoin säiäit. Läuoatrw Ruvsuuao pusr,guo mox luckidrio ooutlietatus sit, in tsrnpors insraorabo;Annalen I. 58). Tacitus kommt jedoch in den uns erhaltenenTeilen seines Werkes nicht wieder auf den Sohn zurück. —Linsmayer in seiner erwähnten Broschüre nimmt nun an, umden Widerspruch zu lösen, Strabon, der in Asien schrieb,hätte sich von irgend einem milss Zloriosus die erwähntenunmöglichen Einzelheiten über den Triumphzug aufbindenlassen. Es ist mir jedoch eine Vermutung mitgeteilt worden,die die Vorteile hat, daß wir dem Strabon eine solche Kritik-losigkeit gegen seine Quelle nicht vorzuwerfen brauchen; denneinige andere Schnitzer, historische sowohl, als geographische,die man ihm nachweisen kann, berechtigen nicht dazu, und daßsie das Schweigen des Tacitus vollständig erklärt. Diese Ver-mutung aber ist, daß in dem so wiesoungesetzlichenTriumphzug des Germanicus die mit aufgeführtenPersonen, welche Sigemuntus, Thusnelda, Thumelicus u. a.sein sollten, ganz andere waren, gekaufte Sklaven, sonstigeGefangene oder dergl. Dem süßen Pöbel Roms mußtennatürlich Verwandte des Arminius in dieser demütigen Lageam meisten behagen; daß sie es nach dem Gesetz gar nicht seinkonnten, überlegte er sich weiter nicht. Klügere aber durch-schauten die Komödie und der edle Tacitus hat sich wohlgeschämt, die nationale Lüge zu wiederholen unddeshalb auch vermieden, auf den Thumelicus noch einmal

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