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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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192
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Die Deutschen.

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Grabe etwas anderes gefunden worden sei, als Gebeine und sonstige Überreste, wenndie Hildesheimer Jahrbücher letztere auch als „mannigfache Wunderdinge" bezeichnen.Beide reden nur von oo»a, Lnochen, und wenn Thietmar ausdrücklich von unverwestenGewandrcstcn spricht, erhellt daraus, daß der Leib und das übrige vermodert war."(Lindner, a. a. O. S. tgg.)

Die ausgeschmückte Sage findet sich erst in den um denAnfang oder die Mitte des elften Jahrhunderts außerhalbDeutschlands entstandenen Aufzeichnungen; erstens in dem imKloster zu Novalese im Thale von Susa nach 1048 geschriebenenObroniecm Rovalioiouss III. o. 33. Mit zwei Bischöfen unddem Grafen Otto von Comello ging Kaiser Otto III. in dieGruft. Lindner erwähnt aus dem in der Chronik citiertenBericht des Grafen, daß sie Karin gleichsam wie einen Lebendenauf einem Sessel thronend gefunden, mit goldener Krone, dasScepter in den Händen, die mit Handschuhen bedeckt waren,welche von den lang hervorgewachsencn Nägel durchbrochen waren.Otto bekleidete ihn mit weißen Gewändern, beschnitt ihm dieNägel und ergänzte ein fehlendes Stückchen an der Nasenspitze durchGold; sonst fehlte nichts an dem Körper. Nachdem er aus demMunde einen Zahn gezogen, ließ er wieder zumauern und ging davon.

Noch romantischer ist die Erzählung bei dem FranzosenAdemar, geboren 988 in Chabaunais an der Vienne, späterPriester in Angoulöme. In seiner Geschichte Frankreichserzählt er zum Jahre 814, daß Karls Körper aromatisiertund dann hingestellt wurde auf goldenem Sessel in derWölbung des Grabmals, umgürtet mit goldenem Schwert,ein goldenes Evangelium auf den Knieen haltend; sein goldenesScepter und der goldene Schild, welchen Papst Leo ihm geschenkt,wurden vor ihn hingestellt. Die Auffindung durch Otto III.im Jahre 1000 wird nicht erwähnt. Noch spätere Aus-schmückungen zu erwähnen wäre wohl überflüssig. Nun be-richten Thietmar und der Mönch von Novalese übereinstimmend,daß Otto III. die Gruft wieder schließen ließ. Die Leicheblieb also in ihrer Stellung. Als am 29. Dezember 1165Kaiser Friedrich I. das Grab wieder öffnen ließ, erhob man