Die Deutschen.
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Doppelkreuz, in einer Weise, die vielleicht einzig in der Geschichtschreibung, eineBestätigung der Identität des polnischen Jaczo mit dem der Münzen gefunden. Erersann zu diesem Zwecke im Jahre 1831 die Sage von der FluchtJaczos durch die Havel nach seiner Besiegung durch Albrecht denBären und von seiner Bekehrung nach sein er Errettung am Schildhorn.
Am Havelufer zwischen Potsdam und Spandau — die Lokalisierung beim Schild-horn verdankt ihre Entstehung wohl nur einer Volksetymologie — ist die Sage auf-gezeichnet worden, daß während eines großen Religionskrieges oder während desdreißigjährigen Krieges ein Ritter — man nennt Gustav Adolf, den großen Kur-fürsten, den alten Fritz, einen General Schild — vor seinen Verfolgern sich mit seinemPferde durch die Havel geflüchtet habe; hinzugefügt wird wohl, er habe am jenseitigenUfer Schild und Horn aufgehängt und davon führe die Stätte den Namen. Dieerste Erwähnung der Sage findet sich im Jahre 1730 in des bekanntenHistorikers von Gundling Buch über Albrecht den Baren. Als Helden nennt erPribislaw, den letzten Häuptling der Stadt Brandenburg (den er mit dem gleich-namigen älteren Obotritenfürsten zusammenwirft) und läßt denselben vor der Fluchtin einer Schlacht bei Potsdam besiegt werden. Dasselbe berichtet Beckmann 1751in seiner Beschreibung der Kurmark Brandenburg. Daß Gundling PribislawsNamen in der Volks Überlieferung vorgefunden habe, istvollkommen
unglaublich.Demnächst tiefes Schweigen, bis im Jahre 1823 Valentin
Heinrich Schmidt in seiner Schrift „Über die Erwerbung der Mark Brandenburgdurch Albrecht den Bären" die Pichelsdorfer Sage vom „letzten Wendenkbnig" also,wie er aus denselben Gründen wie Gundling hinzusetzt, „Pribislaw", erzähltmit der Erweiterung, daß derselbe nach glücklich bewerkstelligterFlucht Christ geworden sei. Hier hat Niedel angesetzt, indem er in seinem1831 erschienenen Buche über die Mark Brandenburg im Jahre 1250 an einer ver-borgenen Stelle bemerkt: „auf Jaczo dürfte auch die alte Sage zu deuten sein, welcheüber den Pichelsdorfer Werder in H. B. Schmidts Albrecht der Bär mitgeteilt ist".Diese ganz ohne Versuch irgend welcher Begründung vorgetragene Vermutung bildetdie Fußnote zu folgender Textstelle: von Albrecht dem Bären aus Brandenburg ver-trieben und über die Havel verdrängt, trat der Jaczo in kolouls. xrinoipLns zumChristentum über — dies beweist das Kreuz, welches er auf einigen seiner Münzen inder Hand hält — und hatte zu Cöpenick an der Spree seinen Sitz."
Die Nachweisung Sellos, daß das Kreuz nichts der Artleisten kann, würde uns hier zu weit führen. Von Schrift-stellern. die noch ausführlicher als Riedel über den Jaczo be-richten, erwähnt Sello: Klöden, Entstehung Berlins S. 40.148 ff.; Heffter, Geschichte der Stadt Brandenburg S. 77;ders. Wettkampf der Deutschen und Slaven S. 380 ff.;Fr. Voigt in Märkische Forschungen VIII. 159; Schillmann,Grundsteinlegung des preußischen Staates, S. 33; ders. Ge-schichte der Stadt Brandenburg S. 146 ff.; Schwebe!, kultur-historische Bilder aus der alten Mark Brandenburg S. 19. 361;derselbe kulturhist. Bilder aus der deutschen Reichshauptstadt,S. 2. 3. — Pflug