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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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197
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Die Deutschen.

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beweist deutlich, daß man um jene Zeit vom Ursprung der LIsvtoros absolut nichts mehr

wusste.Nur über einses war man seit nahezu zweihundert Jahren im

reinen, nämlich über die Unwahrheit der Überlieferung, wie sie angeblich Thomasvon Aquino aufbewahrte. Seit Leibnitz in der Vorrede zu seiner LariptorosLrunereioonsjum es für eine abgethane Sache erklärte, glaubte niemand mehr, daßGregor V. aus eigener Machtvollkommenheit oder vertragsrechtlich mit Otto III. dieKurfürsten eingesetzt hätte."

Die Lesarten darüber sind verschieden; nach einigen wäre es derPapst, nach anderen der Kaiser mit Zustimmung des Papstes;wieder nach andern der Kaiser allein gewesen, z. B. nach Nicolausvon Cusa. Selbst auf Karl den Großen hat man das Kur-fürstenkollegium zurückgeführt und — da damals Sachsen,Brandenburg und Böhmen noch heidnisch waren — demselbenfolgerichtigerweise nur vier Mitglieder gegeben.

„Woher diese auf Karl den Großen zurückgehende Sage stammt, ist ziemlich klar.Es galt das Wahlrecht des Fürstenkollegiums, das vor nicht langerZeit entstanden war, dadurch zu kräftigen, daß man es so alt alsmöglich ansetzte. So schrieben die Fürsten selbst kurz vor der goldenen Bulle anden Kaiser: Nostulatio papas niULI ciuasL innusrs viästar sliuä, rüst auoä Vosrs^ni gubsrnssulu. st nos slsotoriss äixmtstis tsmxorv Xaioli sä nos ässolutarssißusmus . . (Langhans a. a. O., S. 16.)

und weiter S. 17 heißt es:

„Endlich aber regten sich immer lautere Zweifel an der Wahrheit der Über-lieferung. Schon Hoffmann (Ludewig, Soiiptorss IS. 34) setzt zu der Erzählung,wie er sie dem Nauclerus entnommen hat, die etwas unsichern Worte hinzu: Oao-tsrum vs-riso sunt äs Uso Ottonis sanotions autllorum oxinionss, inidusäsmssm sä. armum 1002, sliis sä. I'riäsrloi II st Orsgorii X xoiitiüois tsmxors.rsiivLsntibils, rsliguis äs ss prorsus äulltantidus. In der That hatte zu Anfangdes 16. Jahrhunderts eine Reihe von Männern die Erzählung von Gregor und Ottoganz verworfen. So Stabius, ein Zeitgenosse Maximilians I., Kranz, gest. 1534,Spiegel in seiner Ausgabe des Ligurinus 1531, Aventin, gest. 1534, Peutzerund besonders der Gelehrte Onuphrius Panvinius, der mit viel Glück undGeschick in seiner Schrift I)s eomitiis jmxsratorLLs die Unwahrheit der Fabel nachzu-weisen suchte. Einige, wie Garsen, Conriug sprachen es offen aus, die Fabelsei bloße Erfindung der päpstlichen Partei, um die weltlichen Ansprüche der Kirchezu rechtfertigen. — Diese Angriffe veranlaßten freilich ebenso viele Verteidigungenund es entspann sich eine Polemik, die lange und oft, wie von Windeck mit großerLeidenschaftlichkeit geführt wurde. Der beste Verteidiger war Gewold 1616 mitseinem umfangreichen Oommentarius äs saori Noms.nl Lmxsrii ssptsmvirstu undin der N.6prL68snts.tio NsLxnb1iss>o OsrmsvivLs. Doch der Gegner wurden immerwehr und im 18. Jahrhundert war der Streit verstummt, die Fabel aufgegeben."

S. 59 citiert Langhans sodann die betreffende Stelle ausMartin von Troppau.

„Er schreibt, nachdem er den Tod Ottos III. gemeldet: „,,Lt Host tros istl