Die Deutschen.
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Wm. Bernhardt: über Konrad III., Leipzig 1883 und Bern-heim, die Sage von den treuen Weibern zu Weinsberg inRäumers historischem Taschenbuch 6. Folge, 3. Jahrgang, Leipzig1884, S. 13—30 und dessen Forschungen zur deutschen Ge-schichte XV. S. 241 f., wo der Besuch Paul Scheffer-Boichorstsin dessen „Xnnslss katlisrbrrwuousos" S. 202 f. die Er-zählung zu retten, zurückgewiesen wird. Sie findet sich zuerstin der Ollronioa rsAis, Oolonionsis, welche etwa um 1170geschrieben und von G. Waitz in der Oktavausgabe der Nonu-insnta 6-srinanias distorioa (Hannover 1880) herausgegebenist. Die früheren uns bekannten Chroniken erwähnen durch-aus nichts davon. „Entgegenstehende Angaben älterer Schrift-steller, daß die Angabe bei Gottfried von Viterbo, MartinusMinorita u. a. stehe, beruhen auf Ungenauigkeit oder Be-nutzung interpolierter Texte" (Bernheim). Sie ist daher nichtzu halten, schon weil sie von dreißig bis vierzig Burgen undStädten mit geringen Veränderungen erzählt wird, also zuden Wandersagen gehört, ferner weil es wahrscheinlich ist,daß das belagerte Weinsberg überhaupt gar keine Stadt war,sondern nur eine kleine Feste (bei Heilbronn). Die Einnahmevon Weinsberg war des Königs erste Kriegsthat. Es warempfehlenswert, seine Großherzigkeit dabei leuchten zu lassen.Daher ühertrug man die beliebte Erzählung auf diesen Tagund „die Hörer, sie glaubten sie gerne". Bernheim aber weistin höchst interessanter Weise nach, daß die Sage sich aus den Be-richten über die Einnahme und Zerstörung von Crema durchFriedrich Barbarossa (1160) entwickelt hat, welche bei den Zeit-genossen einen großen Eindruck zurückgelassen hatte. Es war allenEinwohnern — Frauen sowohl als Männern — freier Abzug ge-stattet worden mit soviel als sie auf den Schultern tragen konnten.Rührende Scenen werden uns berichtet die selbst den Kaiserergriffen haben sollen und ein gleichzeitiger Berichterstattermeldet: „Da trug eine Frau unter Zurücklassung ihrer Schätzemit Erlaubnis des Kaisers ihren gebrechlichen Mann auf den