Die Deutschen.
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dieser durch die Tochter des Sultans befreit wurde und sichdann, obwohl seine Gemahlin noch lebte, kraft einer Dispen-sation Papst Gregors IX., im Jahre 1240 oder 1241 mit derPrinzessin vermählte, worauf die drei Gatten in ungestörtemFrieden noch viele Jahre zusammen gelebt hätten. Selbst dasbreite Ehebett des Grafen und seiner beiden Frauen wurdenoch lange gezeigt, bis es 1813 durch die Franzosen verbranntwurde und auf der Wachsenburg, einer der drei Gleichen, siehtman 1874 gemalte Zeichnungen von Professor Schneider inGotha, welche das Leben der drei Gatten darstellen. Zumersten Mal erwähnt wird diese Sage aber erst 1584 oderdrei ein halb Jahrhundert später und die Veran-lassung dazu hat ein noch erhaltener, an der Wand stehenderGrabstein im Dom zu Erfurt gegeben, auf dem ein Rittermit zwei weiblichen Gestalten abgebildet ist, alle drei aus-nehmend ehrbar aussehend, von denen eine einen eigentümlichenmit Sternen oder Blättern geschmückten Kopfputz trägt. Später,aber erst im siebzehnten Jahrhundert, wurden noch andereReliquien von' der „Türkin" gezeigt. Diese Anekdote ist je-doch auch eine sogenannte Wander-Anekdote und wird, mehroder weniger verändert, erzählt von den Herren von Jagowauf Aulosen in der Altmark, von den Brömser von Rüdes-hcim, dem edlen Geschlechte der Trasignpes im Hennegau (vergl.
herausgegeben nach dem einzigen bekannten Manu-skript von O. L. B. Wolfs, Leipzig 1839) und den hessischenHerren von Rodenstein; auch hat man nie das Breve auffindenkönnen, mit welchem der Papst die Dispensation erteilt habensoll; ebensowenig wird von den Zeitgenossen erwähnt, daßein Gleichen obenerwähnten Kreuzzug mitgemacht hat. (Vergl.Döllinger: Die Papstfabeln des Mittelalters. München 1863.S. 34, eine Abhandlung von Dr. Hesse im Archiv für säch-sische Geschichte I. 241 ff. und W. I. A. von Tettau: Überdie Quellen, die ursprüngliche Gestalt und die allmähliche Um-
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