Die Deutschen.
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sein. Daß dies nur eine Sage ist, erhellt unzweifelhaftaus dem Chronisten Vitoduranus, dem Zeitgenossen derSchlacht bei Morgarten (Rochholz, Teil und Geßler, S. 28,Note).
Allbekannt sind die Verse:
Jedem ein Ei,
dem frommen Schweppermann zwei,welche dem Herzog Ludwig von Bayern, nach der für ihnsiegreichen Schlacht bei Mühldorf (1322) in den Mund ge-legt werden, indem man behauptet, die Tapferkeit des Nürn-berger Feldhauptmanns Seyfried Schwepsermann habedie Schlacht hauptsächlich entschieden. Allein „sämtliche gleich-zeitigen Chroniken, die bald mehr, bald weniger ausführlichdie Schlacht bei Mühldorf besprechen, erwähnen der angeblichenTeilnahme Sifrid des Schwepfermanns an derselben mitkeinem Wort; sie wissen weder von seiner ruhmreichen Ober-leitung während der Schlacht, noch von der dem alten Heldendurch Herzog Ludwig widerfahrenen Auszeichnung nach demglücklichen Ausgang zu berichten . . . Dagegen hat ein Rittergleichen Namens in der Schlacht bei Gammelsdorf (9. Nov.1313) gekämpft, jedoch ohne sich irgendwie auszuzeichnen."Auf seinem Grabe aber prangen noch obige Worte als In-schrift. (Pfannenschmidt: „Die Schlacht bei Mühldorf"in Forschungen zur deutschen Geschichte Bd. III. S. 84—140.)Wahrscheinlich ist auch diese Sage eine Wappensage.
Ludwigs Gegner, Friedrich der Schöne von Öster-reich, wurde bekanntlich in derselben Schlacht gefangen ge-nommen. Nach dreißigmonatlicher Haft wird er entlassen, umdie Herausgabe gewisser Reichsgüter des österreichischen Hauseszu bewirken; falls er diese Bedingungen nicht erfüllen kann,soll er sich wieder als Gefangener stellen. Da er das Ver-sprechen nicht erfüllen kann, kehrt er wirklich wieder zurück.Darauf große, dramatischeRührscene, vonSchillerbesungen (Deutsche Treue). Die Fürsten teilen Tisch und