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Die Deutschen.
welcher Zeit dasselbe auch schon von Reisenden aufgesuchtworden zu sein scheint. Die älteste Beschreibung des Leichen-steins datiert etwa von 1592; die nächste von 1614 erwähntihn schon als erneuert, auch 1631 wird er erwähnt. Daßbeim Begräbnis beim Herabsenken des Sarges ein Strick ge-rissen und der Sarg daher aufrecht zu stehen kam, erzähltschon das Murnersche Buch von 1519. Im Jahre 1710 be-suchte der gelehrte Frankfurter Zacharias Konrad von Uffen-bach die Stadt Mölln. Er erzählt, daß der Stein früherbei der Kirche auf dem Kirchhofe unter der dortigen Lindegelegen
„weil er aber öfters von bösen Buben verletzet und von Regen und Wetter ver-derbt werden wollen, als hat ein Hochlöbl. und Wohlwciser Magistrat allhier selbigenschon vor langen an die Kirche lehnen und ein Häuschen, so rings herum zuge-schlagen ist, vnd vorne nur ein ossen Fenster oder Loch hat, setzen lassen."
Die Beschreibung des Steins stimmt jedoch weder mit dereinen noch mit der anderen früheren. Der jetzige Grabsteinsteht aufgerichtet an der Turmmauer und stimmt wieder nichtmit der Uffenbachschen Beschreibung. Auch ist seine jetzigeVorderseite ursprünglich die Rückseite gewesen. — In derErwähnung von 1631 durch Dethlev Dreyer beginnt die In-schrift:
Alllno 1350. Isr äüsiro 8tosn npAolmvsn,
ll'lsl IllsnspöZsl Islinoilt liioi-rwäsr bsZravoii.
Das Wort „lehnent" steht vielleicht statt „leit" — liegtdurch ein Versehen des Steinmetzen, wodurch die Erzählungvon der verkehrten Beerdigüng entstanden sein könnte, welchesich übrigens auch anderweitig findet, z. B. bei dem Grabevon Ben Jonson ( s 1637) in der Westminster Abtei, derden in seinen Werken häufig erwähnt. — In
Damme in Belgien befindet sich eine zum größten Teil längstzerstörte Kirche, in welcher früher gleichfalls ein GrabsteinEulenspiegels gezeigt-wurde. „Doch der erste Rat von Brüggel)r. I. B. van Belle bezeugt, daß in seiner Jugend im Jahre1556 dieser merkwürdige Stein den Fremden und auch ihm