Die Deutschen.
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gezeigt sei und zwar als der des niederländischen DichtersJacob von Maerlandt, welcher Stadtschreiber zu Damme ge-wesen." Ein Doktor mit der Brille aufmerksam in einem aufeinem Pult vor ihm liegenden Buche lesend, ist darauf dar-gestellt; auch eine Eule soll dabei gewesen sein. Das unkundigeVolk, das Pult für einen Spiegel haltend, erzählte sich daherEulenspiegel wäre darunter begraben, was gedruckt zuerst indem vermutlich 1640 zu Antwerpen erschienenen Buche überTill Eulenspiegel angegeben ist. Eine Inschrift scheint aufdem Stein zur Zeit des van Belle nicht vorhanden gewesenzu sein. Man hat aber trotzdem eine solche gedruckt und ihmdarin das Todesjahr 1301 beigelegt.
Die Gräfin Kunigunde von Orlamünde (fi 1351)soll, wieBruschius in seiner deutschen Klostergeschichte (Obro-noloZia Nonastsriorurn dsrinanias praooipuoruin), erschienen1552, erzählt, sich als Witwe in den Burggrafen Albrecht denSchönen von Nürnberg verliebt haben. Da ihr zu Ohren ge-kommen er hätte bemerkt, einer Heirat zwischen ihnen ständenvier Augen im Wege, so hätte sie ihre beiden leiblichen Kinderauf grausame Weise getötet, indem sie ihnen eine Nadel inden Kopf stieß. Da aber der Burggraf gar nicht ihre Kinder,sondern seine eigenen Eltern gemeint hätte, die der Heiratwohl nicht zustimmen würden, da er schon anderweitig verlobtwar, so wäre er über die Grausamkeit der Gräfin empört ge-wesen und hätte sie hinrichten lassen. (Grimm; deutsche Sagen,2. Aufl., II. S. 585.) Die ganze grauliche Geschichte ist er-funden, vielleicht um das Kloster Himmelskron interessant zumachen. Die Gräfin ist jedoch als Äbtissin gestorben undliegt begraben im ehemaligen Kloster Himmelsthron (nicht krön)bei Nürnberg. Entstanden ist die Geschichte, weil man imKloster Himmels krön einen Grabstein sieht, auf dem die Figureines jungen Ritters, als „Gräfin mit dem Schwerte" be-zeichnet wurde und eine Inschrift darauf, welche angiebt, daßOtto von Orlamünde und zwei seiner Söhne daselbst begraben