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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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233
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Die Deutschen.

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Lorenz nochmals auf dem Kampfplatz mit einer Kritik derSempacher Schlachtlieder (in Pfeifers Germania 1861 VI.l 61—186), um die Lorbeeren Winkelrieds zu zerreißen. Daraufwidersprach Dr. Herm. von Liebenau (der schon früher denStammbaum der „Winkelriede von Stans" urkundlich bis aufden Helden der Sempacher Schlacht nachgewiesen hatte), inseinem Werke „Arnold Winkelried, seine Zeit und seine That.Ein historisches Bild nach den neuesten Forschungen"; Aarau1862. Hierauf erschien Dr. Otto Kleißner mit einer Schrift:„Die Quellen zur Sempacher Schlacht und die Winkelriedsage",Göttingen 1873. Indem er die ältesten Darstellungen diesesKampfes von österreichischer wie schweizerischer Seite vergleichs-weise neben einander setzt, gelangt er zu einem die volkstümlicheAnnahme völlig vernichtenden Resultate. Wenn die Ritter nachden Erzählungen der ältesten Berichterstatter ungeordnet gegendie Schweizer losstürmten und nach mittelalterlicher Sitte jederauf eigene Faust focht, so gab es eben gar keine geschlosseneReihe und also auch gar keine Gelegenheit zu einer Winkel-ried-That. Bei Gelegenheit der fünfhundertjährigen Jubelfeierdes Tages veröffentlichte August Bernouilli noch eine rechtgründliche Arbeit: „Winkelrieds That bei Sempach", Basel1886; darnach hält er Winkelrieds That für „möglich undglaubwürdig"; man kann das niemanden verbieten; nachge-wiesen hat er es nicht.

Fragt man, wie die Hohenzollern nach Nord-Deutsch-land gekommen sind, so ist die gewöhnliche Auskunft, derKaiser Sigismund hätte die Mark Brandenburg 1411 füreine Summe von 100 000 Goldgulden beim BurggrafenFriedrich von Nürnberg verpfändet gehabt; da der Kaiser dieSchuld nie habe abtragen können, seidieMarkschließlichwie ein verfallenes Pfand in das Eigentum derHohenzollern übergegangen. Es verhält sich aber"icht so. Vielmehr überließ der Kaiser dem Burggrafen dieMark aus Dankbarkeit für seine ausgezeichneten Dienste und