Die Deutschen.
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Rektor an der Stadtschule zu Naumburg in einem Programm, das er 1671 unterdem Titel: äs donosta laboris iutormissiouo, herausgab, ohne deren Glaubwürdig-keit in Schutz zu nehmen, — Dasselbe, doch schon aussiihrlicher, und mit der Meldung,dass es die Hussitcn gewesen, welche jenes Schrecken über die Stadt verbreiteten,berichten Jacob Franke, ein gewesener Lehrer an der Ratsschule, in seinen, bei derSchulbibliothck zurückgelassenen (sehr unbedeutenden) LIisoollanom kimmbnrglüis, dieer von, Jahre 1681 zusammengetragen und Johann Zadcr, weiland Pastor an,Dome zu Naumburg im zweiten Teile seiner um dieselbe Zeit ausgearbeiteten undhandschriftlich vorhandenen Stiftschronik, jedoch auch nur in Begründung auf Traditionund ohne deren Wahrheit zu verbürgen.
Desto zuversichtlicher lautet die Nachricht von diesem Ereignisse in Ll, ck, 0, Llaraivurios, Saxou, 1743 x, LL7 in Begründung auf volii Vstuvlz'sni, Lduriug, p, 35,die ich nicht zu vergleichen Gelegenheit gehabt habe, jener setzt den Vorgang in dasJahr 1423 oder 1430,"
Nachdem Lepsius nunmehr feststellt, das; in gleichzeitigenChroniken der Sage durchaus gar nicht gedacht wird, fährter fort S. 212):
„Je mehr nun solchergestalt gleichzeitige und spätere glaubwürdige SkribentenUrkunde» und andere archivarische Nachrichten über diese Begebenheit ein gleichförmigesStillschweigen beobachten, und je zweifelhafter eben darum diese ganze Sage scheint,desto überraschender ist es bei alle dem, aus eine sehr umständliche, in daS kleinsteDetail eingehende Nachricht und Beschreibung von jenem Ereignisse zu stoßen, welche,aus die Autorität eines ehemaligen hiesigen Klosterbruders gegründet, jeden Zweifel,wenn auch nicht zu lösen, doch — zu entfernen scheint.
Eine solche Erzählung liefert der ehemalige Garnisonkindcrlehrer, Johann GeorgRauh zu Naumburg, i» einer eigene», diesem Gegenstände gewidmete» Schrist, dieer unter dem Titel: die Schwachheit über die Stärke oder gründlicheNachricht von dem im Jahre 1482 vor Naumburg gelagerten Heereder Husslten :c,, i»> Jahre 1782 drucken ließ und in welcher, wie bereits oben ge-meldet, die Chronik eines alten Mönchs aus dem vormaligen Kloster St. Georg vorNaumburg, Namens Bettedikt Taube, aus dem sechzehnten Jahrhundert zu Grundeliegen soll,"
Vor Rauh weiß nun Niemand von dem Mönch Taubeauch nur das Geringste. Erst später
>,, , , . kamen mehrere Fragmente davon und endlich eine komplcte Abschrift der ganze»Chronik zum Vorschein, welche im Jahre 1785 von einen, naumburgischen Bürger, vonliessen Hand geschrieben, den, Stadtrate überreicht und zugeeignet wurde."
In dieser Chronik, die übrigens häufig für eine zuver-lässige gehalten worden ist, heißt es, das Ereignis hätte28. Juli 1432 stattgefunden,
„Nun ist aber nichts gewisser, als daß die Hussiten 1432, während dem auf demKonzilium zu Basel und nicht ohne Erfolg an einem Lionkordat mit ihnen gearbeitet^urde, an einen Einfall in die meißnischen Lande nicht gedacht haben und daß derHeereszug, den Taube mit den übrigen Skribenten, bis auf die Abschweifung nachNaumburg und einige andere Zusätze seiner Phantasie zrcmlicli übereinstimmend be-schreibt, nicht im Sommer, sondern mitten im Winter (im Dezember 1429) begonnen