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wurde und nicht länger als bis gegen das Ende des daraus folgenden Monats Januar1430 dauerte."
Ebensowenig kann das Ereignis in einem zweiten Zugstattgefunden haben, den die Hussiten um Weihnachten 1430unternahmen. Es scheinen nach Lepsius Rauhe und Taubeeinander näher verwandt zu sein, als ihre Namen; doch meintLepsius, daß ein ähnliches Ereignis, wie das Abwendeneiner Belagerung durch bittende Kinder in Naumburg möglicher-weise einmal stattgefunden haben kann, nur nicht zur Zeitder Hussiten.
Nochholz erwähnt auch der jährlich zu Zofingen amVorabend des 16. November gefeierten Mordnacht; man er-innert sich dabei an einen angeblichen feindlichen Überfallgegen diese Stadt, der durch Kinder vereitelt worden seinsoll. Diese Mordnacht kann aber geschichtlich nicht nachge-wiesen werden. Die Feier ist ähnlich wie die von denHussiten vor Naumburg mißverständlich gedeutet worden (a. a.O. S. 15).
Eine andere Erfindung ist diejenige betreffs der Ziska-Trommel. In der Sonntagsbeilage der „Vossischen Zeitung"vom 1. Januar 1887 heißt es
„Da lb. i. »ach Ziskas Ableben II. Olt. 1424) verbreitete sich ein seltsamesMärchen. Ziska selbst sollte sterbend Vorkehrungen getroffen haben, um nach seinemTode noch unter den Seinen zu weilen und sie ferner zmn Siege sichren zu können.ES hiess, er habe auf die Frage, wo er bestattet sein wolle, geantwortet, dass manseinen Leichnam den Tieren des Feldes hinwerfe», aus der Haut aber eineTrommel anfertigen möge, bei deren Schalle dic.Httssitcn in die Schlacht ziehensollten. Sowie diese Trommel ertöne, würden die Feinde die Flucht ergreifen. DieNachricht findet sich schon bei Acncas Shlvins und spätere Schriftsteller, wieAlbert Kranz, wissen zu berichten, daß Ziskas Beseht ausgeführt worden sei unddaß die Trommel alles geleistet habe, was man von ihr erwartet hätte."
Eine spätere „Verbesserung" der Sage von Hormayr(1833), daß Ziska nur befohlen habe, die Tierhaut, die erstets unter seinem Panzerhemd getragen, zur Herstellung einerTrommel zu benutzen, wollen wir übergehen, dagegen erwähnen,daß sich schon früh Ziveifel an der Sage regten, z. B. beiZacharias Theobald (Hussitenkrieg, Ausgabe von 1609).Trotzdem hat man an die Existenz der Trommel geglaubt und