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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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237
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Die Deutschen.

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die „Spenersche Zeitung" vom 24. Oktober 1743 meldete,daß „vor einigen Tagen" zwei sehr merkwürdige Altertümeraus der Grafschaft Glatz nach Berlin gebracht seien, wovoneins die Ziskatrommel war, welche 1429 als Procop Glatzbelagerte, in die Hände der Belagerten gefallen sei. Auch inder Korrespondenz zwischen König Friedrich (T. 22 S. 150)und Voltaire (16. Nov. 1743) wird die Trommel, allerdingsin etwas ironischer Weise erwähnt. Was aus ihr gewordenist, weiß man nicht.

Die Buchdruckerkunst wurde im Jahre 1451 von„Johann Gänsfleisch zu Gutenberg" (f 1468) in Mainz er-funden. Johann Fust hatte ihm zu seinen Auslagen Geldvorgeschossen. Diese Thatsachen stehen historisch fest. Wennso oft andere Erfinder genannt werden, z. B. der HolländerCoste (1463—1483), dem deswegen in Haarlem sogar einDenkmal errichtet worden, so beruht dies darauf, daß mansich nicht klar gemacht hat, worauf es bei der Erfindung eigentlichankam. Es handell sich nicht um den Abdruck von etwas,das als Spiegelbild zu diesem Zwecke angefertigt war; dennschon jeder freie Athener, mit Ausnahme der ärmsten, hatteeinen Siegelring, der als Petschaft diente, es handelte

sich ebensowenig um den Gedanken einzelne, bewegliche Letternherzustellen; denn der findet sich schon bei Cicero, äs vaturaäsorum Buch II, wo dieser meint, die Zweckmäßigkeit in derWelt lasse sich ebensowenig durch das Wirken des Zufallserklären, als man annehmen könne, daß eine ungeheure Anzahlaller vierundzwanzig Buchstaben des Alphabets, sei es ausGold oder aus einem anderen Material aufs Geratewohl aufdie Erde geschüttet, die Annalen des Ennius darstellen würden;(es ist das, wie man sieht der theologische Beweis, den Kantwiderlegt hat); allein mit einzelnen Lettern kann man nochlange keine Bücher drucken, es sei denn sie wären daraufeingerichtet, d. h. sie müssen unter sich in denkbar genauestemGrade gleich groß sein.