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Die Deutschen.
Gedanken auf Befreiung aufgegeben und sich nur mit reli-giösen Betrachtungen beschäftigt, hört er ein Geräusch undbemerkt einen jungen Mann, anscheinend einen Bauer, derungeheure Steinblöcke auf die Seite schiebend sich zu ihmeinen Weg bahnt und ihn ersucht ihm zu folgen. In derden Kaiser nach seiner glücklichen Rückkehr mit Jubel em-pfangenden Menge verliert sich der Führer und läßt auch,als er am folgenden Tage auf Veranlassung des VatersMaxens überall gesucht wird, nichts von sich hören, daherman annahm, daß es ein Schutzengel gewesen sei; Max läßtdarauf selbst das erwähnte Kruzifix anbringen. Diese Erzählungenthält Unmöglichkeiten; man kann nicht von der Martins-wand herab sich verständlich machen und der Vater war
damals gar nicht in Innsbruck. — In dem Bericht des
Philipp Hainhofer über seine Reise von 1628 heißt es dann,die Martinswand wäre so benannt, weil ein Jäger, der
Martin geheißen, dort sich verstiegen habe und Hungers ge-
storben sei, worauf man ihm zum Gedächtnis das Kruzifixaufgerichtet; wahrscheinlicher aber sei es, daß Kaiser Maxsich dort verirrt habe u. s. w. Jene Worterklärung ist jeden-falls unrichtig; denn die Benennung stammt sicher von demgegenüberliegenden Martinsbühel und dem Kirchlein daselbst.Von späteren Berichten sehen wir ab und erwähnen nur noch,daß die dem Kaiser Max angeblich gezeigte Monstranz derberühmten Ambrasischen Sammlung (in Schloß Ambras beiInnsbruck) einverleibt worden ist. Der geheimnisvolle Retterist wahrscheinlich niemand anders gewesen, als der im Teuer-dank als Begleiter erwähnte Jäger und vermutlich derselbemit Oswald Zypper, dem der Kaiser 1503 eine Pensionaussetzte. Verschiedene Adelsfamilien (Hollauer von Hohen-stein, von Oheimb) wollen von diesem Jäger abstammen;die Stammsagen gehen aber über die bei solchen Sagenübliche matte Worterklärung nicht hinaus, daher wir sieübergehen.