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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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263
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Die Deutsche».

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des Königs im Lager allgemein, aber ohne jede zuverlässigeQuelle, geglaubt wurde und Vater Leubelfing hat wohl nur,um seinem so früh dahingegangenen Sohne eine Verherr-lichung zu bereiten, das Geschick desselben absichtlich mit demdes gefallenen Heldenkönigs verflochten. Die Pointe bei ihmbleibt, daß sein Sohn „als der letzte unter allen sich beiJhro Mas. befunden, daß er Deroselben bis an ihr letztesEnde beigewohnt". Um so mehr müssen wir dies annehmen,als der Name oder die Person Augusts von Leubelfing inkeinem der älteren, unmittelbar nach der Schlacht geschriebenenBericht auch nur erwähnt wird. Etwas abweichende Einzel-heiten findet man im (3. Teil 1633);

dieser kennt zwei Personen, die sich in der Überlieferungdarum streiten, allein bei den letzten Augenblicken GustavAdolfs zugegen gewesen zu sein und will zwischen beidennicht entscheiden. Der eine ist eine Kammerjunker Truchseß,der andere unser Junker Leubelfing. Quelle hierfür ist einBrief eines gewissen Nicephorus Kesel, Predigers bei HerzogBernhard von Weimar:

„Der „junge Edelmann" (Loebelfinger), erzählt der Prediger, habe in der Schlachtdrei Wunden erhalten und für tot unter den Toten gelegen, sei aber nachher gefundenund noch lebend weggebracht worden; doch sei er seinen Wunden erlegen, „sobald alser nur weggeschafft war, so daß er weder Zeit noch Kraft hatte, mehr zu erzählen",als folgendes:

Einige feindliche Reiter, welche abgestiegen waren, um die Leichen zu plündern,hätten den (daliegenden) König gefragt, wer er wäre, worauf dieser geantwortet: „Ichbin der König von Schweden, der die Religion und die Freiheit Ver-deutschen Nation mit seinemBlute besiegelt." Hierauf habe er noch hinzu-gefügt: „Ach meine arme Königin", und dann seine Seele Gott befohlen. Nun schießtihn einer von den Kaiserlichen in den rechten Schlaf, so daß die Kugel am linkenherausführn, ein ariderer stößt ihm das Schwert in den Leib und in die reckte Seile,und derselbe oder ein dritter giebt ihm noch einen Stich ins Bein, worauf sie ihnnackend mit fünf Wunden liegen lassen, da die Schweden eben von neuem chargieren."

Vergleicht man die beiden Berichte, so sieht man leichtwas für „poetische Licenzen" Vater Leubelfing sich erlaubthat; aber auch der Keselsche Bericht ist verdächtig. Für totliegt der junge Edelmann am Boden und doch hört er aus-führliche Reden Gustavs. Er hat vor seinem rasch eintretenden