Die Deutschen.
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tritt 6). In Wirklichkeit aber hat der große Kurfürst seinenältesten Sohn zum Universalerben eingesetzt und den jüngerenfünf Söhnen nur die Einkünfte einiger Gebiete angewiesen(Minden, Halberstadt, Ravensberg, Lauenburg-Bütow-Naugard,Amt Egeln und das Heermeistertum von Sonnenberg), damitsie nicht aus Mangel an Einkünften katholisch würden, wiees damals sehr an der Tagesordnung war; doch sollten diejüngeren Söhne keine Militärhoheit haben, kein Recht Bünd-nisse zu schließen und Durchmärsche zu gestatten und Räteund Beamte nur mit Vorwissen und Beraten des Kurfürstenanstellen und entlassen. Selbst diese Bestimmungen kassierteFriedrich III. (nachmals, als König, Friedrich I.) und dieKurfürstin-Witwe kam gar nicht in die Lage irgend einTestament zu zerreißen. (I. G. Dropsen: Zur GeschichteFriedrichs I. und Friedrich Wilhelms I. von Preußen; Leipzig1870; Artikel: Das Testament des großen Kurfürsten S. 129bis 194.)
Vom Prinzen Eugen von Savopen, der 1683 inösterreichische Dienste getreten, am 11. September 1697 denglänzenden Sieg bei Zenta errang, erzählt man, er hätteam Morgen des Tages einen Brief des Hofkriegsrats odereinen Befehl des Kaisers, sich nicht zu schlagen, uneröffnetliegen lassen, und daß er nachher für den Sieg zur Ver-antwortung gezogen worden. Beide Angaben sind erfunden.
„Prinz Eugen müßte uns, sollte man denken, uns seiner Autobiographie, ausder sechshundert Stück umfassenden Sammlung seiner Briese und aus seiner Lebens-beschreibung von KanSlcr hinlänglich bekannt sein, aber die Briefe sind erdichtet,die Lebensbeschreibung beruht auf den Briefen und L ie Autobiographiehat den Fürsten Ligne znmVerfasser." <Lord Acton: Die neuere deutsche Ge-schichtschreibung; deutsch von I. Jmelmanu; Berlin 18S7, S. 24.)
Die gefälschten Briefe sind 1811 von v. Sartori heraus-gegeben.
Über ein am Hause Heiligegeiststraße 38 in Berlin an-gebrachtes Wahrzeichen, den sogenannten Neidkopf wirdfolgendes erzählt und zwar zuerst im Gubitzschen Volks-kalender für 1857 von Fr. Bertram:
Treppenwitz. 18