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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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277
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Die Deutschen.

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das Bittgesuch eigenhändig „gut". Sie heiratete dann einenMaterialwarenhändler Schomer in Berlin und als dieser späterum eine Anstellung einkam, genehmigte es König Friedrich II.

Sonst aber hat er sich nicht weiter um sie oder ihreKinder bekümmert. Die Scenen eines späteren Wie-dersehens mit ihr stammen nur aus Romanen.

Das Bild Königs Friedrich Wilhelms I., wie esso landläufig ist, ist ganz verzeichnet, selbst seine Liebhabereisür lange Soldaten war nicht so verkehrt, als sie auf denersten Blick erscheint. Im übrigen aber steht der König, wasCharakterstärke und klares Urteil betrifft, bewunderungswürdigda, und einige kleine Schatten gehörten mehr seiner Zeit anals ihm. Abhold der Prachtliebe seines Vaters begnügte ersich mit einem Anteil an den Staatseinkünften, der etwa einzehntel der Summe betrug, die jener bezogen hatte, zu welcherEinnahme nur sein Gehalt als holländischer General trat undeine kleine jährliche Summe, welche die holländischen General-staaten als seine Paten für ihn ausgesetzt hatten.

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Tauchintz 1879 . S. 108.

Geld ausgeben kann jeder, besonders in hoher Stellung;das „sich nach der Decke strecken" zeigt der Mann von Cha-rakter, der sich selbst achtet.

Soviel was den Charakter des Königs betrifft; sein klaresUrteil aber zeigt ihn als den Sohn der „philosophischenKönigin" Sophie Charlotte; er haßte theologisches Gezänkeund mit Recht; denn es giebt nichts dümmeres auf der Weltund verbot zuerst unter allen Fürsten die schändlichen Hexen-prozesse. Was aber die brutale Behandlung seiner Kinderbetrifft, namentlich des nachmaligen Königs Friedrich II. undder Markgräfin Wilhelmine von Baireuth, so stammen dieNachrichten darüber größtenteils aus den Memoiren der ge-