Die Deutschen.
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„ . , . , Die spätern Texte unterscheidet von dem der ersten Redaktion dochnicht bloß, daß sie trüber, bitterer, in Entstellungen ausschweifender sind und mitjeder Durcharbeitung mehr werden. Sie sind zugleich litterarisch ungleich bedeutender,sie zeichnen mit breiten und dreisten Strichen, sie sind in der Komposition einheitlicher,in gleichmäßigerer Stimmung; durch das Ganze geht gleichsam der gleiche schrillendeTon kleinlicher Ärgerlichkcit. Man bekommt den Eindruck, als wenn diese einst soschöne, anmutige, von Geist und Lebenslust sprudelnde Fürstin mit dem frühen Ver-bleichen ihrer Reize immer weiter in hysterische Reizbarkeit und hüstelnde Kränklichkeitversinke" (a. a. O- S öl).
Sie schildert ihren Vater als einen brutalen Wüterich,ihre Mutter als eine ganz einfältige Person, die durch Leicht-gläubigkeit und Urteilslosigkeit alles verdirbt, was sie in dieHand nimmt und ihren Bruder, König Friedrich II,, der biszu ihrem Tode in wahrhaft schwärmerischer Weise an ihrhing, als einen kalten, gefühllosen Menschen, zu welchemZweck seine Briefe an sie von ihr nachweislich durch Weg-lassungen und Zusätze gefälscht worden.
Von dem alten Sprüchwort „ein schlechter Vogel, der seineigenes Nest beschmutzt", scheint die Markgräfin nie etwas ge-hört zu haben. Auf die gehässige Schilderung ihrer Elternist daher gerade so wenig zu geben als auf diejenige ihresBruders. Dropsen schließt a, a. O. S. 77:
„Daß die Denkwürdigkeiten der Marigräfin sowohl in dem, was sie erzählen,wie in den Aktenstücken, die sie mittcilen, entstellt und gefälscht, daß sie alsQuellefür die preußische Geschichte wertlos sind, wird zur Genüge erwiesen sein,"
Ich erinnere mich vor Jahren gelesen zu haben, daßKönig Friedrich Wilhelm I. schuld wäre an der Entwaldungder kurischen und der frischen Nehrung. Er hätte sich beim altenDessauer beklagt, daß er doch Gebiete hätte, die ihm garnichts einbrächten, z, B. Ostpreußen; dieser aber hätte sicherboten ein Mittel anzugeben, auch diesem Teile etwas ab-zugewinnen und zu diesem Zwecke die Wälder auf denNehrungen abholzen und das Holz verkaufen lassen. Dasstimmt nicht. Schon Pierre de la Cave, Gouverneurvon Pillau unter dem großen Kurfürsten, hat aus militärischenRücksichten, weil er fürchtete, die Schweden würden sich unter