Die Deutschen-
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„Ungarische und österreichische Schriftsteller haben, jeder aus andern Gründen,eine Schilderung des ungarischen Reichstages vom Jahre 1741 geliefert und zu einemGemeingut historischer Bildung allmählich gemacht, welche der Wahrheit nur ingeringem Grade entspricht. Minder wichtig ist es, zu erfahren, daß derGe-mahl der Königin, der lothringische Herzog Franz, als er den Eidals Mitregent (20. September 1741) leistete, — und nicht die Magnaten— Gut und Blust für die Königin und das Reich zu opfern versprach;daß die ganzeHaltuug des ungarischen Neichsrates eine rückhaltende, berechnende, zum Teilselbst kühle war, wirkt entscheidend auf die Beurteilung der damaligen Berhältnisse."
Erst ein volles Jahr später standen 28 000 Mann vondem ungarischen Aufgebot unter den Waffen; die Ungarnhaben also damals nicht Österreich vom Untergang gerettet.
Kugler (Friedrich der Gr.; Leipzig 1846) hat noch diefalsche Angabe. Der Fürst von Ligne berichtet sogar, KaiserJoseph II. habe selbst an die Erzählung geglaubt und habeerzählt seine Mutter, gM (er «or'e-roe
habe ihn dabei in einen gewissen Körperteil gekniffen, damiter weine.
Auch der berüchtigte Brief der Kaiserin an die Marquisevon Pompadour, welcher mit r»cr anfängt,
ist unhistorisch; nur der Minister Graf Kaunitz hat ihr einBillet voll Huldigungen und Schmeicheleien geschrieben.
Eine andere bekannte Erzählung ist, daß die Kaiserin dasDokument, die erste Teilung Polens (1772) betreffend, mitden Worten unterzeichnet: ,pls,ost, weil so viele und großeMänner es wollen; wenn ich aber längst tot bin, wird manerfahren, was daraus hervorgehen wird"; sie sind ebensowenigurkundlich nachweisbar als die Tränen, welche die Kaiserindabei vergossen haben soll.
Während Friedrich gleich nach seiner Tronbesteigung denGebrauch der Folter soweit einschränkte, daß es einerAbschaffung fast gleich kam, unterzeichnete Maria Theresiaerst unterm 2. Januar 1776 die Aufhebung. Josef vonSonnenfels hatte lange dafür gewirkt; man erzählt, erhätte ihr einst, der Hofsitte gemäß, kniend einen Vortragdarüber gehalten. Als die Kaiserin wahrgenommen, daß ihmdiese Stellung beschwerlich wäre, hätte sie zu ihm gesagt: