Die Deutschen.
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gelehnt, der Lehrer des Landgrafen von Hessen gewesen zusein, der einen Katechismus für Fürsten geschrieben und ihnan Voltaire geschickt hatte; „wäre er aus meiner Schulehervorgegangen, so würde er den Engländern seine Unter-tanen nicht verkauft haben, wie man Vieh verkauft,um es auf die Schlachtbank zu schleppen". Vielleicht isthieraus die Anekdote zugespitzt worden. Seine eigene Hand-lungsweise aber bemaß der König wie immer nach den Auf-gaben und Interessen seines Staates, wie er sie verstand.Den Beleg dafür bildet die Antwort, welche er unter dem24. Oktober 1777 dem erwähnten Markgrafen von Anspachauf dessen Gesuch um Durchzug seines vermieteten Kontingentszugehen ließ, in welchem er sich sehr bitter über den Menschen-handel ausspricht und die Erlaubnis zum Durchzuge durchseine Staaten nicht gewährt, mit der Bemerkung, daß es jakürzere Wege zum Einschiffungshafen gebe. Im Jahre 1778sah sich der König übrigens genötigt, aus politischen Rück-sichten sein Verbot zurückzunehmen. (Vergl. Kapp, DerSoldatenhandel Deutscher Fürsten nach Amerika; 2. Auflage,Berlin 1874, S. 159 ff., wo auch das Schreiben des Königsvom 24. Oktober 1777 , das in seinen Werken fehlt, abge-druckt ist.)
Das berühmte Wort: „ja, wenn das Kammergerichtin Berlin nicht wäre", ist gleichfalls unhistorisch unddie ganze Geschichte vielleicht nichts als ein nach dem Vor-bild einer persischen Erzählung aus dem 6. Jahrhundert n. Chr.(s- Büchmann) hergestelltes Seitenstück zu einem Akte von^abinetsjustiz des Königs in betreff des Müllers Arnold imkreise Krossen, wobei der König, wenn auch mit bester Ab-sicht, eine große Ungerechtigkeit beging (1779). Wahrschein-iich zuerst, doch kann ich dieses nicht mit Bestimmtheit be-haupten, findet sich das Seitenstück bei dem Verfasser desRuches über die Einsamkeit, Dr. Zimmermann ausHannover, den Friedrich kurz vor seinem Tode zu sich kommen