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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Deutschen.

ließ. Zimmermanns Gespräche mit dem Könige sind in ihrerursprünglichsten Form veröffentlicht worden in „ZimmermannsBriefe, herausgegeben von Rengger, Aarau 1830; schon mehrüberarbeitet dagegen in Zimmermanns Werk: „Über Friedrichden Großen und meine Unterredungen mit ihm"; Leipzig 1788.Es heißt daselbst S. 222, wie folgt:

„Eine Windmühle, die dem Köuig sehr mißfiel, stand dicht über der Orangeriezu Sanssouci. Er ließ darum dein Besitzer sagen, er verspreche ihm ein sehr be-trächtliches Geschenk an Gelde, und an einem anderen Orte drei sehr schöne Wind-mühlen, wenn es ihm beliebe, dem König diese Mühle abzustehen. Trotzig und schnödeerwiderte der Windmüllcr: Meine Windmühle hat mich und meine Kinder nun langeernähret, und ich habe auch da eine schöne Aussicht; also will ich auf meiner Wind-mühle leben und sterben! Mit dieser Antwort begnügte sich der König und derMüller behielt seine Mühle."

Vom Kammergericht ist, wie man sieht, keine Rede; auchfehlt jede nähere Angabe über Datum und Quelle. Zimmer-mann wiederholt die Geschichte in „Fragment über Friedrichden Großen", 1790; 2. S. 294. Schon in diesem Stadiumistsie vielleicht nur ein kontrastierendes Seitenstück zu derErzählung von der Tyrannei König Ahabs, der seinenNachbar Naboth töten läßt, um sich in den Besitz von dessenWeinberg zu setzen (1. Buch der Könige 21). — In Preuß,„Friedrich der Große, eine Lebensgeschichte", Band III, Berlin1833, wird der Arnoldsche Prozeß ausführlich mit vielenQuellenangaben besprochen, Seite 381—413; die Geschichtevom Müller von Sanssouci aber wird zwar als weltgeschicht-liche Thatsache angeführt (S. 413), jedoch zu dieser „welt-geschichtlichen Thatsache" weder Datum noch Namenoder irgend eine Autorität angegeben; dagegen wirdhinzugesetzt, daß die Geschichte besonders von denFranzosen überschwänglich verherrlicht worden:Dieulafoi habe „Die Mühle von Sanssouci" als Lustspielauf die Bühne gebracht moM-r ck KlE-Klmor,

6, v-r rm «oöe. Paris 1798" und

Andrieux, seine poetische Erzählung

gedichtet: „Lo lio Acr-rs-Klmor",'