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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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299
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Die Deutschen.

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a»r V." Aus dieser Fabel des Andrieux stammt des MüllersAntwort auf die Drohung des Königs, er werde ihm seineMühle mit Gewalt wegnehmen: „OM, sr rr'crm'EM§ <^s MASS ä -8s»-?r-r." Mit dieser unhistorischen Pointegeschmückt findet sich die Erzählung bei Hebel, von wo siedas Schulbuch der „Preußische Kinderfreund" entnahm undin einem Gedicht von Curtmann; auch in Eylert, Character-züge rc. aus dem Leben König Friedrich Wilhelms III., dritterTeil, 2. Abteilung, Magdeburg 1846, S. 378 ist sie ent-halten. Eylert erzählt zugleich, daß Napoleon, als man ihmim Herbst 1806 die Mühle gezeigt und die Anekdote erzählt,den Bericht darüber für ein Märchen erklärt habe.

Wie es sich in Wirklichkeit mit der Sache verhalten hat,finden wir nach den Original-Akten angegeben in dem Aufsatzvon L. Schneider, „die historische Windmühle bei Sanssouci"in den „Märkischen Forschungen", Band VI, Berlin 1858,S. 165 ff. Die Mühle ist erbaut worden infolge einesBittgesuchs des Müllers Grävenitz an König FriedrichWilhelm I. vom 7. Dezember 1736, von diesem genehmigtunterm 6. Februar 1737; bald darauf genehmigt der Königauch unentgeltiche Gewährung von Bauholz. Als aber KönigFriedrich den Bau von Sanssouci begonnen hatte, fing Juni1746 der Müller mit seinen Klagen an; das Schloß, dieGartenmauer, die hohen Bäume hätten ihm den Wind ge-nommen u. s. w.; er bäte die Mühle an einer andern Stelleaufbauen zu dürfen (auf Kosten des Königs), was der Königauch genehmigte. Da aber der Beamte, welcher den Kosten-anschlag zu machen hatte (Neubauer) erfuhr, daß der KönigWert darauf legte, daß die Mühle stehen bliebe, indem siedem Schloß zur Zierde gereiche, so blieb es beim alten; 1753kaufte sie der Müller Kallatz für 800 Taler, machte aberbankrott und 1764 in der Subhastation der Müller Vogelfür 770 Taler. Dieser fing 1771 an Bittgesuche verschiedener