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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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303
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Die Deutschen.

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Zeile die haarsträubende Unwissenheit, welche damals wenigstensüber alles nicht-Englische in England Mode war, wie „sicht-bare Finsternis" aus. Der König empfängt u. a. das Gesucheines Geistlichen um eine Pfarre, obwohl dieser schon zweiPfarren (?E-M) hat und läßt den Brief seines „Premier-ministers" 14 Tage uneröffnet liegen, um ihn zu demütigen!(Nicolai, a. a. O., Heft 4, Vorwort S. XXII).

Am 27. April 1785 ertrank während einer Überschwemmungzu Frankfurt an der Oder der Prinz Leopold (MaximilianJulius) von Braunschweig (geb. 10. Oktober 1752),Neffe Friedrichs des Großen; als solcher wurde er 1776Chef eines Infanterieregimentes zu Frankfurt a. d. O., woer nach beendigtem bayerischen Erbfolgekriege 1779 seinenbleibenden Aufenthalt nahm und sich durch werkthätige Teil-nahme an allem was das öffentliche Wohl erforderte allge-meine Verehrung erwarb. Anknüpfend an ein schonziemlich verwittertes Denkmal von Sandstein inFrankfurt a. O., welches ihn mit zwei Kindern darstellt, diewohl zwei Genien bedeuten sollen, erzählt sich das Volk, derPrinz hätte zwei Kinder retten wollen; bei dem ersten wäreihm dies gelungen; als er aber noch einmal in einem Bootesich hinausgewagt, auch das zweite zu retten, sei er selbst dabeiin den Fluten umgekommen. Dagegen hat G. W. KeßlerM Räumers „Historischem Taschenbuch", neue Folge, Jahr-gang 5, Leipzig 1844 nachgewiesen, daß an gedachtem Tagegar niemand in Gefahr und zu retten war und der Prinzvielmehr in einer Anwandlung von Verwegenheit mit zweiLeuten seines Regiments den Versuch gemacht habe, aufeinem Kahne durch die 'Lücke der eingestürzten Brücke hin-durchzufahren, durch die der Strom mit furchtbarer Gewaltsich stürzte und daß er hierbei seinen Tod gefunden. Schul-bücher haben natürlich die romantische Lesart; in dem»Preußischen Kinderfreund", 78. Auflage, Königsberg 1854besonders wird der Hergang sehr ergreifend geschildert. Als