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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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313
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Die Deutschen.

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unter Kaiser Wilhelm II. soll er geäußert haben: „(s -'mme -'öve-'-'cr"; er hat beide Aussprüche in Abrede gestellt.

Im Januar 1872 brachte eine „Illustrierte Zeitung" einBild von Fr. Schulz mit einem Gedichte von Petsch: „DerHelm von Mars la Tour".

„Beides sollte den Eindruck schildern, den ein aus dem Schlachtfelde vom 16. August(187g) liegen gebliebener Kürassierhelm, an welchem sieben klaffende Hieb- und Stich-wunden sichtbar waren, »nährend die Leiche des tapferen Kürassiers daneben lag, aufden König (Wilhelm) gemacht habe. Er habe — so erzählt das Gedicht — diesenHelm lange betrachtet und dann befohlen, ihn mitzunehmen, so daß derselbe jetzt inden Prachtgemächern des Kaisers aufbewahrt werde." (L. Schneider; Aus dem LebenKaiser Wilhelms; Berlin 1888 , Teil III, S. SS8 s.)

Schneider las dasselbe dem König vor.

„Er horte aufmerksam den schwungvollen Versen zu und sagte dann: „„Rechthübsch, aber kein Wort davon wahr! . . .

Schneider erinnerte daran, daß ein solcher Helm sich untenim Garderobenzimmer befände.

„„Nun dann mögen ihn meine Leute oder sonst irgend jemand mitgenommenhaben. Ich habe keinen gesehn und dessen müßte ich mich doch erinnern, namentlichwenn ich so empfindsame Gedanken dabei gehabt hätte, wie das Gedicht sie miriuschrcibt." "

Kaiser Wilhelm I. ärgerte sich immer, wenn er Darstellungenerblickte, wie Graf Moltke ihm den Sieg bei Gravelotte meldet.

„Jedesmal, wenn ich ein Bild vorlegte, auf dem der Kaiser nach der Schlachtbei Gravelotte oder sonst wo von dem herbeieilenden Grafen Moltke die Nachrichtkinpfängt: „„Die Schlacht ist gewonnen"" schüttelte der Kaiser den Kopf und be-merkte: „„Sonderbar! Was denken sich nur die Leute dabei? Von einer Schlacht,bie ich selbst kommandiert habe, werde ich doch, wenn ich Abends vom Pferde steige,wissen, ob sie gewonnen oder verloren ist. Das wird mir doch nicht gemeldet!"(L- Schneider a. a. O. III. S. 237.)

Im Jahre 1888, welches beide, den Kaiser Wilhelm I.(9. März) und den Kaiser Friedrich (15. Juni) abberief, ent-standen auch zwei letzte Worte. Kaiser Wilhelm I. soll kurzvor seinem Dahinscheiden gesagt haben: „ich habe keine Zeitvlüde zu sein". Es ist dies eine etwas freie Übersetzung desätzten Wortes des Kaisers Severus: „Nässte, si quick inilli^Zouckuui", (Dio Cassius 76, Kap. 17, Schluß) oder nachvsstat andern: laboroiuus. — Kaiser Friedrich soll zu seinerGemahlin gesagt haben: „Lerne zu dulden ohne zuklagen"; auch das wäre nur eine freie Übersetzung des alten