Dic Deutschen.
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wiesen worden". Auch die Geschichte der Eroberung Preußensselbst ist voll von Verschönerungen. König Ottokar vonBöhmen (1254) z. B.
„mag wohl, um dos Land, welches seine Truppen erobern sollten, wenigstensMit eigenen Augen zu sehen, nach dem entlegenen Samlande geeilt sein, vielleicht aneinem Streifzuge sich beteiligt, einige Landesedle aus der Zause gehoben und auchbei der Auswahl einer zur Anlage der Hauptburg passenden Stelle mitgewirkt haben,aber eine wirksamere Teilnahme am Kampfe, gar die völlige Unterwerfung desLandes darf ihm nicht zugeschrieben werden; denn dazu reichte die Zeit seines Aufent-haltes in jener Gegend selbst, die nur wenige Tage gedauert haben kann, lange nichtaus." (Lohmepcr S. 92.)
Die goldene Zeit des Ordens war unter Winrich vonKnieprode (1351 bis 1382), aber sie ist von vielen„Historikern" doch zu golden geschildert worden.
„Nicht alles von dem, was die herkömmliche Überlieferung diesem bedeutendenstillsten, zumal in betreff der inneren Landesvcrwaltung zuzuschreiben Pflegt, ist auszurückzuführen. Vieles verdankt nur volkstümlicher Sage, welche, unfähigder Entwickelung der Dinge nachzugeh». Vorhandenes an bestimmtePersonen anzuknüpfen pflegt, oder willliirlichcr Erdichtung seinen Ursprung!manche Einrichtung sogar, für dic er gewöhnlich gepriesen wird, hat überhaupt garnicht bestanden." kiohmcher I. S. 214.)
Er hat z. B. nicht das Vogelschießen in Preußen einge-führt, welches die Einwanderer aus Deutschland auf eigeneHand mitgebracht hatten.
„Der hohe rechtskundige Rat vollends, welchen er, dic bedeutendsten Rechts-st°lehrtcn aller Länder nach Maricnbnrg berufend, um sich versammelt haben, »nddem die schwierigste» Fälle nicht bloß aus Preußen, sondern aus der ganzen Weltdes römischen Rechtes zur Entscheidung vorgelegt sein sollen, hat niemals bestanden."Kvhmepcr I. S. 258.)
Unter seiner Regierung (17. Febr. 1370) fand auch diefo berühmt gewordene Schlacht beiRudau etwa 3 MeilenNördlich von Königsberg statt, in welcher die Ordenstruppen
unter Olgierds und Kinstuttes Führung eingebrochenenLitauer und Samaiter zurückschlugen. Diese Schlacht aber
„war nichts weniger als ein geordneter, nach den Regeln der Kriegskunst ge-ehrter Kampf, wozu man sie später gern gemacht hat, sondern gleichfalls (d. i. wie^ele vorhergegangene Kämpfe) ein wüstes Aufeinanderplatzcn der Massen; nurdeswegen hat sie sich länger in der Erinnerung der Mensche» erhalten, weil sich inssid größere Heere als sonst gewöhnlich in diesen Kriegen gegenüberstanden, und weilüs in der unmittelbaren Nähe der späteren Hauptstadt des Landes geschlagen wurde.-Dar, IN, hat sich vorzugsweise auch ihrer dic spätere Sage und Erdichtung bemächtigt.
M davon hier nur cincS anzuführen: die Erzählung von dem kühnen Schuster-hdscllcn Hans von Saga», der angeblich die dem Orden günstige Entscheidung der