Die Franzosen.
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aber erst unter Heinrich IV. erbaut worden. Näheres beiBarthölemy, eck me-rso-MS Z's^r'e m
144 ff. — Bei der Leiche des Admirals Coligny soll Karl IX.gesagt haben, während seine Begleiter sich die Nase zuhielten:D'ocssE c?6 ,->o-r s-meMr ^es-öo-r-re. Dieser Ausspruchist aber nur vom Vitellius (s. Sueton; Vitellius 10) auf ihnübertragen worden. „Der schönste Wohlgeruch ist ein er-schlagener Feind, zumal ein Mitbürger". — Walter Scottlegt ihn Ludwig XI. von Frankreich in den Mund in HAöM'-rKap. III. Vergl. Fournier S. 195 f.
Häufig trifft man auch in Museen und Kunstausstellungen»historische" Bilder, welche darstellen, wie Karl IX. seinenprotestantischen Leibarzt Ambrose Pars (1517—1590) rettet,indem er ihn in der Bartholomäusnacht beim Eintritt derKönigin-Mutter hinter einer Fenstergardine verbirgt; erzählt(nicht gemalt) wird auch, daß der König ihn unter sein Bettkriechen ließ. Auch dieser hübsche Zug ist nicht zu halten —Pars war leider katholisch. (Fournier; beruft sich auf Mal-gaigne, Oer^s.? ^^4.
H'LHH) Die unrichtige Angabe stammtvon Brantome und dem verlogenen Sully, der auch von einerAntwort Pars's auf des Königs Vorschlag, katholisch zuwerden, berichtet, so albern, daß wir sie nicht hersetzen wollen;alle diese unhistorischen Angaben stehen, sehr salbungsvoll vor-getragen, bei Zoeckler, Gottes Zeugen im Reich der Natur,Gütersloh 1881, Teil I, S. 143.
Der berühmte Brief des Vicomte von Ort he an Karl IX.,worin er auf den Befehl des Königs, die Hugenotten in Bayonneermorden zu lassen, antwortet, er hätte daselbst nur gute Bürgerund brave Soldaten, aber nicht einen einzigen Henker gefunden,dieser Brief ist wohl schon um deswillen unecht, weil derKönig eine solche Aufforderung gar nicht erlassen hatte, indemin seinem Rundschreiben vielmehr ausdrücklich erklärte, derTötung des Admirals Coligny lägen durchaus nicht religiöse,