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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Franzosen.

sondern nur politische Motive zu Grunde. Der Vicomte warin der That imKriege einer der heftigsten Protestantenver-folger und der König selbst sah sich genötigt seine Wut zuzügeln. Trotzdem mag ihn ein bloßes Henkeramt angewiderthaben, denn in Bayonne hat keine Ermordung der Hugenottenstattgefunden. So viel ist wahr; der Brief mit der hübschenPointe ist aber dazu erfunden; Fournier vermutet von d'Aubigny(//rstori-s rt-EemseUo). — König Heinrich IV. soll beiseinem Einzüge in Paris, auf seinen Religionswechsel an-spielend gesagt haben: „Paris" — oder, nach anderen —„die Krone sei wohl eine Messe wert." Auch das ist nichtrichtig. Vielmehr hat Rosny, der Herzog von Sully, denHeinrich IV. fragte, warum er nicht auch zur Messe ginge,wie der König, demselben erwidert:

-r'e-r messe". (Fournier verweist auf eine kleineSchrift, diese Antwort Sullys betreffend von Berriat Saint-Prix: Aeo/re-'eltes sr«^ er-re -'epe-rse attm'krtee « KnKr/,Paris 1825.) — Auf „historischen" Bildern, Heinrich IV.und Sully darstellend, erscheint dieser fast immer viel älterals der König, als eine Art Mentor; er war aber in der Thatsieben Jahre jünger. Sehr hübsch pointiert ist die Anekdote,nach welcher der protestantische Sully dem Papst auf einSchreiben, das; derselbe für die Bekehrung des Ministers bete,geantwortet habe, auch er werde nicht aufhören für die Be-kehrung des heiligen Vaters zu beten. In dem wirklichen,längern Briefe, welcher sehr respektvoll, wenn auch mit einemkleinen Anflug von Ironie, gehalten ist, steht nichts der Artausdrücklich und man muß ihm Gewalt anthun, oder wieFournier sagt, „die Wahrheit brutalisieren", will man eshinein interpretieren, was der Benediktiner Chaudon in seinemDr'6tr'o»Err>6 /«rsKm->/r<6 /EKrtr'/' besorgt hat. — Auch der be-rühmte Ausspruch Heinrichs IV.: „ Ich wünsche, daß jederBauerdesSonntagsein Huhn im Topfehabe" läßtsich nicht nachweisen. Etwas ähnliches (mit Weglassung des