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Die Franzosen. 341
sofort aufgriff und den Unglücklichen als den „Mann mit der eisernen Maske"zu bezeichnen begann." (Habs; Lingucts Denkwürdigkeiten über die Baftille; Leipzig;
I.; S. 49S.)
Von demselben Gouverneur Saint-Mars wird noch dieabstoßende Geschichte erzählt, wie er eine Spinne getötet hätte,die ein Gefangener, der Graf de Lauzun, so gezähmt hatte,daß sie ihm aus der Hand fraß, weil ein Verbrecher wie derGraf auch der geringsten Zerstreuung unwürdig sei; Delillein seinem Gedicht über die Einbildungskraft hat die Er-zählung in Verse gebracht; doch gilt Renevilles Werk (Überdie französische Inquisition oder Geschichte der Bastille;5 Bände, Amsterdam 1724) nicht für sehr zuverlässig; erwar 16. Mai 1702 bis 16. Juni 1713 in der Bastillegewesen, ohne zu erfahren weshalb und bot sich daselbst anals Spion gegen seine Mitgefangenen (Habs; Linguets Denk-würdigkeiten über die Bastille, S. 476 u. 478).
Sehr rührend ist die Erzählung über Salomon deGaus, welcher die Kraft des Dampfes schon erkannt, seineEntdeckung der Krone angeboten haben und deshalb als ver-rückt bis zu seinem Tode ins Bicstre gesperrt worden seinsoll. Die Anekdote ist unhistorisch, aber ein sehr dankbarerVorwurf für Maler und Novellenschreiber. Es war Arago,der zuerst 1828 im l/r« beti-ecm l?os Merkes
ouf die 1615 in Frankfurt und 1624 nochmals in Parisgedruckte Schrift von de Caus aufmerksam machte, welche denDitel führt: De« --crrso-rs /orco,? Mcmvamtos «voonrcro/Mos otc. Arago schloß aus derselben, daß deGaus eigentlich der erste Erfinder der Dampfmaschinen sei.Sechs Jahre nach dem Artikel von Arago hatte der Heraus-geber einer Zeitschrift /o LAlsoo bei dem be-
rühmten Maler Gavarni gegen Bezahlung eine Zeichnung be-stellt, die einen Wahnsinnigen hinter Eisenstäben darstellte.Diese Zeichnung kam für die betreffende Nummerzu spät; um sie dennoch nützlich zu verwenden,sabrizierte dann Henri Berthoud, ein Mit-