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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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349
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Die Franzosen.

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wagen, sondern auf einem Ackerwagen nach der Übergabe derFestung ins Preußische Lager gefahrenund da eigentlich von niemandbeachtet worden- „Die Prozession der weißgekleideten jungenMädchen", deren Erzählung fast in allen Geschichten derRevolution Platz gefunden hat, war also eine ruchlose Er-findung. — Scheußlich ist auch die Anekdote über Made-moiselle de Sombreuil; sie soll von den Septembristentzezwungen worden sein, ein Glas Blut zu trinken, als Be-dingung der Rettung ihres Vaters. Die Wahrheit ist, daß"is sie „durch ihren Mut, ihre Schönheit, ihre Hingebung^nd ihre Thränen" die Unmenschen entwaffnet hatte, sie inOhnmacht fallen zu wollen schien. Darauf reichte ihr einerber Barbaren, der gerührt worden, ein Glas Wasser,'N welches ein Tropfen Blut von seiner Handhineing eträufelt war. Beide Anekdoten sind nicht ge-"-au wahr, aber grade die kleinen Fälschungen würden sie,wenn sie wahr wären, sehr charakteristisch machen. — Auchfähren wir hier noch die berühmte Prophezeiung des Dichters^azotte an, welche Schopenhauer in seinem Aufsatz: „Überbas Geistersehen und was damit zusammenhängt" erwähntdie sich auch Bulwer (Lord Lytton) in seinem Roman"Tanoni" zu nutze gemacht hat. Die geängstigte Herzogin,

er den Tod auf dem Schaffst prophezeit, ruft aus: „Abereinen Beichtvater bewilligen sie mir doch?" Antwort: „Nein,bie letzte Person, die mit einem Beichtvater zur HinrichtungMf>ren wird, wird die Königin von Frankreich sein." Die8anze Prophezeihung ist eine Erfindung von La Harpe, wiewser selbst angegeben hat.

Das letzte Gastmahl der Girondisten ist eineErfindung von Thiers /cr /-'K-rparse,

ü. 2 -. ^60).- erweitert und zum Teil^watisiert von Eh. Nodier (deutsch für 20 Pfennige in derMclamschen Ausgabe zu haben), und zu einer farbenprächtigenchilderung verschönert von Lamartine (Ars(or>6