Die Franzosen.
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der Kardinal Consalvi in seinen Memoiren II. S. 404, wiefolgt: §6 , azi»'6S KU 07 >
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„Das ist wohl richtiger als die auch von Theiner (II, S14) wiederholte Version,Napoleon habe die Krone dem Papste aus den Händen genommen. Consalvi warüicht zugegen, aber ohne Zweifel. aufs genaueste unterrichtet." (Ranke, historisch-biographische Studien; Leipzig 1877, S. SI.)
Die unrichtige Erzählung ist wohl dem Bericht nachge-bildet, welchen Voltaire über die Krönung Karls XII. vonSchweden giebt. —
Die Gräfin Nemusat, Palastdame der Kaiserin Josesine,erzählt in ihren Memoiren (deutsch) Band II S. 96:
..Als er bald darauf erschien, kam er uns bei seiner kleinen Statur in denZeiten Gewändern, namentlich in dem schweren Krönungsrnantel ein wenig gedrücktd°r; aber als er aus den Händen des Papstes die Krone empfing (den bereits^wähnten goldnen Lorbeerlranzl und sich selbst aufsetzte, hatte er unleugbar etwasMajestätisches; er sah mit seinem niarmorblasscn Antlitz aus wie ei« antikerImperator."
Aus dem sonstigen Inhalt der Memoiren darf man wohlschließen, daß Frau von Remusat den häßlichen Auftritt er-wähnt haben würde, falls er sich wirklich zugetragen hätte.
Übrigens bediente sich Napoleon bei seiner Krönung desangeblichen Szepters Karls des Großen (jetzt in der^'-4xo((o»r im Louvre), welches jedoch faktisch nur der Takt-stock eines Kapellmeisters des 17. (?) Jahrhunderts war mitber Figur Karls auf einem Thron sitzend am oberen EndeUnd der Inschrift darunter Sanctus (!) Carolus Magnus.
..Der Taktstock befand sich im Louvre, dessen Direktor, Denou, ihn hervorholte,den frühere» Besitzer hindeutende Inschrift des Handgriffs wegfeilen ließ und
Napoleon als authentisches Scepter Karls des Großen vorlegte. NapoleonLochte wohl Zweifel an der historischen Echtheit des Objekts hegen, er hotte aber^n Interesse daran, der Sache auf den Grund zu gehen; im Gegenteil, er prokla-mierte die „Entdeckung" Denous mit großer Freude seinem Hofe und Paris be-wunderte bei seiner Krönung die ehrwürdige Reliquie, deren Anwesenheit das Prestige^ Ceremonie nicht wenig erhöhte."
Die Wahrheit war ihm überhaupt Nebensache. Der merk-würdigste der 22 000 Briefe der Korrespondenz Napoleons,der vom 28. März 1808 über seine spanische Politik, durch